Ein windiger, bitterkalter Samstagmittag in Traiskirchen, im Süden von Wien – nicht gerade die Witterung, die zu einem Picknick einlädt. Auf den Gehsteigen rund um Österreichs größtes Asyl-Erstaufnahmezentrum, untergebracht in einer ehemaligen Kaserne, setzen sich Menschen in Bewegung, in kleineren und größeren Gruppen. Ihr Ziel ist eine nahe Wiese. Schon auf dem Weg riecht es nach Suppe und nach dem Rauch des Lagerfeuers, das Geflüchtete entzündet haben. Am Feuer haben sich Jugendliche versammelt, junge Männer, Kinder und ihre Eltern. Die meisten von ihnen kommen aus dem Irak, aus Afghanistan und Syrien. Bis zu 15 Monate dauerte ihre Flucht, häufig über die sogenannte Balkan-Route, über Ungarn in den Osten Österreichs.
Österreich