Live aus dem Kursaal von Bad Wörishofen – aber auch live aus weiten Teilen Deutschlands: Der Kneipp-Bund Bad Wörishofen feierte Sebastian Kneipp am Sonntag gemeinsam mit zahlreichen Gästen, darunter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Spahn zeigte sich offen für weitere Forschungsförderung in Sachen Kneipp-Therapie. Gute Neuigkeiten hatte auch der Abgeordnete Stephan Stracke.
Der Kursaal von Bad Wörishofen verwandelte sich am Sonntag in ein Fernsehstudio mit einigen Ehrengästen vor Ort und noch vielen mehr in Live-Einspielungen. Nachdem Professor Benno Brinkhaus von der Charité Berlin berichtet hatte, dass gerade im „Zentrum“ der Kneipp-Therapie gute Studien fehlten, bei der Wassertherapie, war ein erstes Thema für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gesetzt. Spahn zeigte sich auf Nachfrage von Moderator Dennis Wilms offen für weitere Forschungsförderung in Sachen Kneipp. Brinckhaus hatte berichtet, dass es nicht am Willen läge sondern an mangelnden Fördergeldern. Andere Bereiche der Kneipp-Therapie seien dagegen schon sehr gut mit Studien belegt.
Eine Botschaft von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek
Gute Nachrichten hatte auch der Abgeordnete Stephan Stracke mitgebracht. Man wolle noch vor Kneipps 200. Geburtstag am 17. Mai die Kur wieder zur Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen machen, berichtete Stracke, der gesundheitspolitische Sprecher der CSU im Bundestag. Das wäre der erhoffte Schlusspunkt hinter eine Initiative, die vor allem Bad Wörishofens Altbürgermeister Klaus Holetschek über Jahre vorangetrieben hatte. Holetschek, heute Bayerns Gesundheitsminister, saß ebenfalls auf dem Podium im Kursaal. „Gesundheit gibt es nicht im Handel, sondern nur durch Lebenswandel“, gab er den 3200 Zuschauern im Internet auf den Weg. Im Saal selbst waren aufgrund der Corona-Beschränkungen keine Zuschauer zugelassen.
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