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Parkinson: Was Sie über Parkinson wissen sollten - Symptome, Ursachen, Therapie

Parkinson

Was Sie über Parkinson wissen sollten - Symptome, Ursachen, Therapie

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    Einer der bekanntesten Parkinson-Patienten: Die Box-Legende Muhammad Ali.
    Einer der bekanntesten Parkinson-Patienten: Die Box-Legende Muhammad Ali. Foto: Peer Grimm, dpa (Archiv)

    Heute am 11. April ist der Welt-Parkinson-Tag. Hier erhalten Sie alle Infos zu der Krankheit.

    Parkinson: Was ist das?

    Parkinson ist eine nervenbedingte Bewegungsstörung. Die auch Schüttellähmung genannte Krankheit ist unheilbar. Der Name geht auf den englischen Arzt James Parkinson zurück, der 1817 als Erster die Symptome der Schüttellähmung beschrieb.

    Was ist die Ursache von Parkinson?

    Ursache für die Krankheit ist das Absterben von Nervenzellen im Gehirn, die den Botenstoff Dopamin produzieren - es kommt zu einem Dopaminmangel. Dopamin hat viele Aufgaben im Gehirn - unter anderem ist der Neurotransmitter für reibungslose Bewegungsabläufe zuständig. Wenn 50 bis 60 Prozent der Dopaminproduzierenden Zellen abgestorben sind, machen sich die ersten Krankheitszeichen von Parkinson bemerkbar.

    Der Patient verliert die Kontrolle über seine Gliedmaßen. Neben dem typischen Zittern können auch steife und angespannte Muskeln auf Parkinson hinweisen. Vor allem Arme, Beine und Hals lassen sich dann meist nur mit Hilfe oder gar nicht bewegen. Viele Betroffene können sich nur noch langsam bewegen, sie gehen zum Beispiel mit kurzen Schritten. Das Mitschwingen der Arme beim Gehen verschwindet, das Sprechen wird leiser und monoton. Weitere Symptome sind Gleichgewichtsstörungen. Depressionen können den Symptomen vorausgehen.

    Wer ist betroffen?

    Warum ein Mensch an Parkinson erkrankt, ist noch unklar. Diskutiert werden erbliche Faktoren und Umweltgifte. Fakt aber ist: Die Krankheit trifft vor allem ältere Menschen. Erste Symptome treten meist im Alter zwischen 50 und 60 Jahren auf. Bis zu zehn Prozent der Betroffenen sind aber jünger als 40. 

    Wie viele Menschen leiden an der Nervenkrankheit?

    In der Bundesrepublik leiden nach Angaben der Deutschen Parkinson-Vereinigung bis zu 280.000 Menschen an der unheilbaren Krankheit.  Männer und Frauen sind laut deutscher Parkinson Vereinigung etwa gleich häufig erkrankt.

    Wie lässt sich Parkinson vorbeugen?

    Mit Bewegung. Wissenschaftler des renommierten Karolinska Instituts in Stockholm fanden heraus, dass tägliche moderate körperliche Aktivität das Risiko für Parkinson verringert. Am deutlichsten ist dieser Effekt bei Männern.

    Wie laufen Therapie und Behandlung bei Parkinson ab?

    Die Krankheit ist unheilbar. Die Behandlung zielt daher in der Regel auf die Krankheitszeichen und Begleiterscheinungen ab. Neben Medikamenten kommen Krankengymnastik, Ergo- und Logotherapie sowie soziomedizinische und psychologische Beratung hinzu, schreibt die Deutsche Parkinson Vereinigung auf ihre Internetseite.

    Zu den Prominenten, die seit Jahren mit der Krankheit leben oder lange darunter litten, gehören der frühere Fußball-Trainer Udo Lattek, Kabarettist Ottfried Fischer, Star-Dirigent Kurt Masur oder die Box-Legende Muhammad Ali. Auch Papst Johannes Paul II. war an Parkinson erkrankt. (AZ, dpa)

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