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Klimawandel: Studie: Europa drohen immer mehr Hitzewellen

Klimawandel

Studie: Europa drohen immer mehr Hitzewellen

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    Der von einer Hitzewelle überrollte fünfte Kontinent auf einer Karte: Nicht nur Australien, auch Europa muss mit immer mehr extrem heißen Sommern rechnen.
    Der von einer Hitzewelle überrollte fünfte Kontinent auf einer Karte: Nicht nur Australien, auch Europa muss mit immer mehr extrem heißen Sommern rechnen. Foto: dpa/Archiv

    Wegen des Klimawandels hat sich die Wahrscheinlichkeit sehr heißer Sommer in Europa einer neuen Studie zufolge dramatisch erhöht. Mit Hitzewellen sei alle fünf Jahre, also zwei Mal im Jahrzehnt zu rechnen, heißt es in der am Montag im Fachmagazin "Nature Climate Change" veröffentlichten Untersuchung des britischen Wetterdienstes Met Office.

    Vor zehn Jahren war der Wetterdienst in einer erste Studie davon ausgegangen, dass sich das Risiko von Hitzesommern im Vergleich zum historischen Mittel verdoppelt hat und es solche Wetterphänomene alle 52 Jahre geben dürfte.

    Der britische Wetterdienst hatte nach dem Rekordsommer 2003, der Schätzungen zufolge zehntausenden Menschen das Leben kostete, das Risiko von solchen Hitzewellen ermittelt. Die Ergebnisse wurden nun mit Wetterdaten der vergangenen Jahre aktualisiert und mit moderneren Computermodellen neu berechnet.

    Von einer Hitzewelle sprechen die Wissenschaftler dabei, wenn die Temperaturen zwischen Juni und August im Schnitt um mindestens 1,6 Grad Celsius höher liegen als im Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Bei der Hitzewelle im Jahr 2003, unter der insbesondere Deutschland, Frankreich und Italien gelitten hatten, lagen die Temperaturen um 2,3 Grad über dem Schnitt.

    Extrem heiße Sommer werden ab 20140 "sehr üblich"

    Sommer wie der im Jahr 2003 dürften ab den 2040er Jahren "sehr üblich" werden, heißt es in der Studie. Bei dem Modell mit dem höchsten Ausstoß an Treibhausgasen werde sich das Klima sogar so stark verändern, "dass der Sommer 2003 zum Ende des Jahrhunderts als extrem kaltes Vorkommiss gelten wird", warnen die Wissenschaftler. Auf der UN-Klimakonferenz in der peruanischen Hauptstadt Lima wird zurzeit über den Kampf gegen die Erderwärmung beraten.

    Die aktuelle Studie bestätigt mit ihren Ergebnissen im Groben die Resultate anderer Forscher. So hatten auch Potsdamer Wissenschaftler 2013 berichtet, dass in Zukunft mit einer deutlichen Zunahme von Hitzewellen zu rechnen sei, vor allem in den tropischen Regionen um den Äquator herum, aber auch in Europa. Bis zum Jahr 2020 würden sich diese Ereignisse in den Sommermonaten verdoppeln.

    In einer weiteren Studie hatten Forscher im September diesen Jahres belegt, dass vor allem der vom Menschen verursachte Klimawandel die Hitzewellen verstärkt. Bei anderen extremen Wetterereignissen wie Trockenheiten, Starkregen oder Stürmen war der menschliche Einfluss weniger klar nachzuweisen.  dpa/afp

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