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Tupperware vor Comeback? Französischer Unternehmer verkündet Pläne für insolvente Marke

Nach Insolvenz

Kommt Tupperware zurück? Französischer Unternehmer kündigt Comeback an

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    Tupperware musste 2024 in mehreren Ländern Insolvenz anmelden. Nun kündigt ein französischer Unternehmer neue Pläne für die Marke an.
    Tupperware musste 2024 in mehreren Ländern Insolvenz anmelden. Nun kündigt ein französischer Unternehmer neue Pläne für die Marke an. Foto: Boris Roessler, dpa (Symbolbild)

    Feiert Tupperware nach der Insolvenz aus dem vergangenen Jahr schon bald sein Comeback? Wenn es nach dem französischen Unternehmer Cédric Meston geht, dann soll das schon bald erfolgen. Der Investor kündigte jetzt die Übernahme und den Neustart der Marke in fünf Ländern in Europa an, darunter auch Deutschland.

    Unter der Überschrift „Tupperware feiert ein Comeback in Europa!“ schrieb Meston am Dienstag beim Business-Netzwerk Linkedin: „Ich bin sehr stolz, Ihnen die Übernahme und den Neustart von Tupperware France in fünf europäischen Ländern (Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Polen) ankündigen zu können.“ Dazu nannte er drei Geschäftspartner, die ebenfalls involviert sein sollen.

    Tupperware „feiert Comeback in Europa“: Das hat Meston vor

    Er dankte dabei 20.000 Beraterinnen und Beratern, die „Wochen der Ungewissheit durchlebt und geduldig auf die Ankündigung gewartet haben“. Er sei von deren Engagement „tief berührt“. Tupperware kehre „nach drei Monaten Stillstand“ zurück. Es sei ein Neuanfang, „ehrgeizig und auf Dauer angelegt“, erklärte Meston.

    Konkret kündigte er in der Mitteilung an, die Produkte von Tupperware ab April wieder auf den Markt bringen zu wollen. Er nannte sogar das Ziel von 100 Millionen Euro Umsatz bis Ende des Jahres. Er wolle sich auf die „Stärke unseres Netzwerks, die Innovation unserer Produkte und die Modernisierung unserer Verkaufskanäle“ konzentrieren.

    Meston will Tupperware als CEO führen

    Er selbst werde dabei die Leitung als CEO übernehmen, so Meston. „Das ist eine starke Verantwortung, und ich bin stolz darauf, zur Wiedergeburt eines so symbolträchtigen Unternehmens beitragen zu können“, erklärte er weiter. Weitere Details der möglichen Übernahme gab er nicht preis. Wie Der Spiegel berichtet, gehörte Tupperware Frankreich bislang zu 99 Prozent zur belgischen Niederlassung der US-Firma, die im vergangenen September einen Insolvenzantrag für sich und weitere Tochtergesellschaften gestellt hatte.

    Auf den offiziellen Seiten von Tupperware ist noch nichts von einer Übernahme oder einem Neustart zu lesen. Auf der deutschen Webseite der Marke findet sich etwa der Hinweis: „Wir befinden uns seit dem 01. Februar 2025 im endgültigen Insolvenzverfahren.“

    Tupperware hat Insolvenz angemeldet

    Im September 2024 hatte Tupperware in den USA Insolvenz angemeldet. Das amerikanische Unternehmen soll Schulden von über 700 Millionen US-Dollar (rund 628 Mio. Euro) angehäuft haben. Im November wurde schließlich bekannt, dass auch der deutsche Ableger der Firma pleite ist – genau wie die Schwesterunternehmen einiger anderer Länder. Meston ist Mitbegründer des Unternehmens „HappyVore“ (früher: „Les Nouveaux Fermiers“), einer französischen Firma, die pflanzliche Fleischalternativen herstellt. Er wurde vom Magazin Forbes im Jahr 2021 in der Liste der „30 unter 30“ für Frankreich aufgeführt, die besonders einflussreiche oder erfolgreiche Personen unter 30 Jahren umfasst. Inzwischen soll er auch als Investor für Firmen auftreten, die in Schwierigkeiten geraten sind.

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