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Deko-Kette Depot schließt nach Insolvenz weitere Filialen in Deutschland

Zahlungsunfähigkeit

Deko-Kette Depot schließt nach Insolvenz weitere Filialen in Deutschland

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    Die Deko-Kette Depot ist in vielen Innenstädten Deutschlands zu finden. Da der Händler insolvent ist, mussten aber bereits viele Filialen schließen.
    Die Deko-Kette Depot ist in vielen Innenstädten Deutschlands zu finden. Da der Händler insolvent ist, mussten aber bereits viele Filialen schließen. Foto: Alicia Windzio, dpa

    Der insolvente Deko-Händler Depot wollte bis Ende des Jahres 2024 mindestens 27 Filialen in Deutschland schließen – nun mehren sich die Berichte, dass 2025 weitere Filialen schließen müssen, von denen ursprünglich nicht die Rede war. Auch die Region ist betroffen. Wie jetzt bekannt wurde, wird auch die Depot-Niederlassung in Mindelheim dichtgemacht.

    Welche weiteren Filialen des beliebten Deko-Händlers schließen müssen ist bislang nicht bekannt. Laut Medienberichten sind aber noch eine Reihe weiterer Standorte derzeit von überraschenden Schließungen betroffen. Die Depot-Filiale in Straubing soll geschlossen werden, berichtet Maximal Radio Niederbayern, ebenso jene in Nürtingen (Nürtinger Zeitung), Herne (WAZ), Höxter, Herford, Lübbecke (Westfalen-Blatt), Fulda (Fuldaer Zeitung), Rendsburg (Schleswig-Holsteinische Landeszeitung) und Eckernförde (Eckernförder Zeitung). Die Bild berichtet darüber hinaus von Gütersloh, Jena, Erfurt, Minden, Siegburg sowie Sankt Augustin

    Depot: Einige Filialen werden überraschend geschlossen

    Der Geschäftsführer des Einzelhandelsunternehmens, Christian Gries, hatte im November gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärt, dass insgesamt 27 Filialen bis Jahresende dichtgemacht werden sollten, 17 davon seien zu diesem Zeitpunkt schon geschlossen worden. Das Filialnetz war damit auf 285 Geschäfte geschrumpft, nach den weiteren Schließungen dürfte die Zahl bei 270 liegen. „Es gab keine Möglichkeit mehr, diese Filialen und Depot generell rentabel zu betreiben“, so Gries. Mit einigen Vermietern liefen zum damaligen Zeitpunkt noch Verhandlungen. „Läden, mit denen wir kein Geld verdienen, werden wir konsequent schließen“, erklärte der Depot-Geschäftsführer.

    Von den Schließungen waren Filialen unter anderem in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Hamburg und Berlin betroffen. In Schwaben traf es die Filiale in Donauwörth, in Oberbayern jene in Schongau. Die Sparmaßnahmen im Rahmen des Insolvenzverfahrens führen nun wohl zu weiteren Schließungen.

    Diese Depot-Filialen sollten geschlossen werden

    Folgende 27 Depot-Standorte waren ursprünglich für eine Schließung vorgesehen:

    • Ahlen
    • Berlin (Lindencenter)
    • Berlin (Spandau Arkaden)
    • Bornheim
    • Dortmund
    • Donauwörth
    • Düsseldorf (KöBogen II)
    • Essen
    • Flensburg (Holm)
    • Frankfurt (Skyline Plaza)
    • Hamburg (Hamburger Meile)
    • Kassel (Obere Königsstraße)
    • Leer
    • Lingen
    • Neunkirchen
    • Neu-Isenburg
    • Peine
    • Sandersdorf-Brehna
    • Schongau
    • Schönebeck
    • Schweinfurt Stadtgalerie
    • Stein (Forum)
    • Stuttgart Hauptbahnhof
    • Sylt (Westerland)
    • Übach-Palenberg
    • Wadgassen
    • Wuppertal (Werth)

    Stellenabbau bei betroffenen Depot-Filialen und in der Unternehmenszentrale

    Die meisten betroffenen Mitarbeitenden sollten in andere Filialen versetzt werden. Zuletzt waren noch rund 3550 Personen bei Depot beschäftigt. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Unternehmenszentrale im unterfränkischen Niedernberg wurde seit Anfang 2024 von rund 650 auf 500 verringert, hieß es.

    Depot ist eine Tochter der Gries Deco Company, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz eigenen Angaben zufolge ursprünglich 530 Depot-Filialen betrieb. Die Kette ist auf Wohnraum-Accessoires, Möbel, Geschenk- und Dekoartikel spezialisiert. Während und nach der Corona-Zeit hatte der Händler mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit wurde im Juli 2024 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.

    Ziel ist es nach Firmenangaben, bis spätestens Mitte 2025 wieder in den Regelbetrieb übergehen zu können. Gleichzeitig arbeitet Depot auch am Sortiment und an einer neuen Positionierung. Laut Bild sind „mehr Erlebnisshopping“ sowie eine größere Produktpalette zwei der Merkmale. (mit dpa)

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