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Industrie
26.05.2022

Fendt-Chef Gröblinghoff: Fendt produziert wieder reibungslos

Christoph Gröblinghoff leitet AGCO/Fendt.
Foto: Andreas Mohr, AGCO/Fendt

Plus Nach dem Hacker-Angriff laufen die Bänder wieder stabil. Von wo aus die Täter zuschlugen? Finnland war es wohl nicht.

Nach dem gravierenden Hacker-Angriff läuft die Fertigung beim Landtechnikhersteller AGCO/Fendt in Marktoberdorf wieder nahezu reibungslos. „Wir haben ab Tag eins nach dem Anlaufen der Bänder stabil durchproduziert“, sagte Fendt-Chef Christoph Gröblinghoff im Gespräch mit unserer Redaktion. Etwa 800 Traktoren konnten wegen des durch die Hacker verschuldeten Produktionsstopps nicht gebaut werden. Im Unternehmen werden Gröblinghoff zufolge daher nun „Aufholszenarien“ diskutiert. Wie berichtet, hatten Unbekannte am 5. Mai den amerikanischen Fendt-Mutterkonzern AGCO mit einer Erpressersoftware attackiert. In der Folge waren alle AGCO-Werke weltweit lahmgelegt.

Wie hoch der durch die Hacker angerichtete Schaden für AGCO/Fendt insgesamt sei, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht beziffern, sagte Gröblinghoff. Nach der Attacke am 5. Mai standen die Bänder in allen Fendt-Werken still. Der Großteil der 6500 Mitarbeiter wurde nach Hause geschickt und bezog Kurzarbeitergeld. Nahezu uneingeschränkt weiter ging hingegen das Service-Geschäft mit dem Kundendienst und der Lieferung von Ersatzteilen.

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