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Fußball: Wird BMW Sponsor des FC Bayern?

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Wird BMW Sponsor des FC Bayern?

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    Die Gerüchte verdichten sich: Der Autobauer BMW könnte bald Sponsor des FC Bayern werden.
    Die Gerüchte verdichten sich: Der Autobauer BMW könnte bald Sponsor des FC Bayern werden. Foto: Armin Weigel, dpa (Symbolbild)

    Uli Hoeneß gilt als treue Seele und er hat Erfahrungen mit der Justiz gesammelt. Anders wäre es kaum zu erklären, dass es der FC-Bayern-Patriarch duldet, dass der tief gefallene und in U-Haft sitzende Audi-Mann Rupert Stadler weiter im Aufsichtsrat des Fußballvereins sitzt. Dort ist auch noch Platz für einen Mann, der im Zuge der Diesel-Affäre als Manager im Dauer-Abseits steht. Denn Hoeneß als Vorsitzender des Aufsichtsrats gewährt dem früheren Volkswagen-Boss Martin Winterkorn ein Plätzchen in dem illustren Kontrollgremium.

    Bleibt Audi Sponsor des FC Bayern München?

    Der FC-Bayern-Übervater halte, wie gesagt wird, lange an Freundschaften fest, auch wenn ein solch bestens Bekannter abgestiegen sei. Das ist an sich ein schöner Zug in einer Zeit, in der viele, wie es in Oberbayern gern heißt, „wia a Fahndl im Wind“ sind, wie ein Fähnchen im Wind ihre Meinung wechseln. Hoeneß wirkte hingegen, was Winterkorn betrifft, bisher eher wie ein fest im Boden verankerter Fahnenmast. Doch dessen Fundament könnte brüchig geworden sein, wenn die Anzeichen nicht trügen. Denn hinter den roten Bayern-Kulissen wird nach Informationen unserer Redaktion aus Industriekreisen seit geraumer Zeit gerungen, ob die Volkswagen-Tochter Audi weiter wie Adidas und die Allianz mit jeweils 8,33 Prozent Anteilseigner der FC Bayern München AG bleiben soll.

    Freundschaften hin oder her: Eine global agierende Marke wie der Münchner Fußballverein muss penibel auf sein Image achten – und das nicht nur im Heimatland. Der Diesel-Skandal verhüllt aber VW und Audi immer noch in einer dunklen Wolke aus Betrug und gesundheitsschädlichen Stickoxiden.

    BMW soll spätestens 2025 Sponsor vom FCB werden

    In einem solch moralisch kontaminierten Umfeld fühlt sich eine edle Ballkunst-Marke wie der FC Bayern irgendwann nicht mehr wohl. Und so gebe es, wie gemunkelt wird, Bestrebungen, sich auf Anteilseigner- und Sponsorenseite wieder mehr reine Luft zu verschaffen. Das Gute liegt auch in diesem Fall nahe und trägt die spezifisch bayerische Spielweise schon im Namen: Denn die Bayerischen Motoren Werke – kurz BMW – sollen schon seit längerer Zeit willens sein, die ethisch geschwächte Audi AG beim FC Bayern als Anteilseigner und Sponsor abzulösen. Die Rechercheure der Bild am Sonntag gehen schon so weit, BMW am Ziel zu sehen. Damit würden die Münchner die Ingolstädter spätestens 2025, vielleicht sogar schon 2019 vom Platz verdrängen. Doch noch, wird in der Landeshauptstadt unserer Redaktion berichtet, fänden weitere Gespräche statt. Audi soll auch reichlich Widerstand geleistet haben, sich aus der Allianz-Arena verscheuchen zu lassen. Von dem angeblichen Angebot, das Sponsorengeld pro Jahr auf satte 60 Millionen Euro zu verdoppeln, ist die Rede.

    Hoeneß gilt aber auch als Geschäftsmann mit Weitblick, der weiß, dass ein exzellenter Ruf, wie er BMW eigen ist, auch einen Millionen-Wert hat. Kumpel hin, Kumpel her: Winterkorn etwa droht, wenn er in die USA reist, die Verhaftung. Daher wird spekuliert, dass der Bayern-Zampano schon seit längerem die Bayerischen Motoren Werke favorisiere. Was wäre das für eine Schmach für Audi, wenn Bayern-Spieler nicht mehr Autos des Ingolstädter, sondern des Münchner Konzerns fahren würden.

    Sollte BMW-Chef Harald Krüger, der hinter den Fußball-Träumen steht, das Tor machen, könnte er dabei über eine offene Flanke des VW-Konzerns in den Strafraum eindringen. Denn Volkswagen-Chef Herbert Diess, der früher selbst in Vorstandsdiensten der BMW AG stand und von Wolfsburg abgeworben wurde, braucht das Wohlwollen seines einstigen Arbeitgebers in einer pikanten Angelegenheit. Zum Entsetzen des Rivalen hat der VW-Boss nämlich den von ihm hochgeschätzten BMW-Spitzenmanager Markus Duesmann zu Volkswagen gelockt. Dieser soll in den Vorstand in

    Wird Duesmann Audi-Chef, sponsort BMW die Bayern

    Der BMW-Aufsichtsrat könnte den Aufstieg Duesmanns an die Audi-Spitze aus Trotz aber noch zwei Jahre blockieren. So zählen in München einige eins und eins zusammen und kommen auf einen Deal unter Sports- und Automännern: Duesmann darf rascher in Ingolstadt zur Nummer eins werden, dafür zeigt sich Audi großherzig und zieht den Fuß aus der Tür des FC Bayern. Keiner der betroffenen Konzerne äußert sich zu dem heiklen Thema. Es darf weiter spekuliert werden.

    Die BMW-Manager geben dafür gerne Einblicke in ihre Elektroauto-Strategie. Der „iNext“, ein vollelektrischer und hoch autonom fahrender SUV, soll 2021 als Serienmodell kommen. Der Fahrer dürfe das Lenken dabei schon mal dem Auto überlassen. Diese Gefahr besteht im Fußball nicht. Hier müssen zum Glück noch Menschen spielen.

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