Das hatten sich die Verantwortlichen des TSV Wertingen ganz anders vorgestellt. Nach guten Ergebnissen in der Vorbereitung wollte die erste Mannschaft in der Landesliga Südwest gleich in den ersten Spielen wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg holen. Geworden ist daraus allerdings nichts. In vier Spielen setzte es vier Niederlagen – zuletzt ein 0:2 auf eigenem Platz gegen den VfL Kaufering. „Das war alles so nicht eingeplant und erwartet worden, das ist einfach nur brutal“, bewertet Spieler und Sportleiter Florian Eising die momentane sportliche Gemengelage. Eising weiß, dass die Tabellensituation nach der erneuten Pleite gegen einen direkten Mitkonkurrenten um Kampf um den Klassenerhalt noch angespannter worden ist. „Wir bleiben aber ruhig, werden auch diese Woche wieder gut arbeit im Training und uns auf die anstehende Aufgabe beim FC Memmingen II vorbereiten“, blickt der 30-Jährige voraus und hofft natürlich, dass im Allgäu die endlich die ersten Punkte im neuen Jahr eingefahren werden können.
Trotz des erneuten Rückschlags seien im Team weiterhin positive Ansätze zu erkennen, für den Aufwand müsse man sich nun endlich mal belohnen, seufzt der TSV-Funktionär. Am Ende zumindest einen Relegationsplatz zu erreichen, bei dem man über eine Saisonverlängerung die Liga halten kann, davon sind die Wertinger weiterhin überzeugt. Dass Tjark Dannemann weiter der richtige Trainer ist, daran haben die TSV-Verantwortlichen keinen Zweifel. Gedanken an einen vorzeitigen Trainerwechsel – im Sommer kommt mit Uli Bunk sein Nachfolger – gibt es laut Florian Eising überhaupt keine.
Wertinger Reserve verliert in der Nachspielzeit
Enttäuscht waren nicht nur Spieler und Fans der ersten Wertinger Mannschaft, auch die Spieler der TSV-Reserve ließen nach dem 1:2 in der Kreisklasse Nord II gegen Spitzenreiter BC Schretzheim die Köpfe hängen. Das Team von Ex-Coach Christoph Kehrle siegte durch einen Last-Minute-Treffer mit 2:1. Klar, dass der aktuelle TSV-Trainer Max Gallenmüller haderte, nachdem seine Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit eine gute Leistung gezeigt habe. „Trotz der Niederlage“, so Gallenmüller, „sind wir gut drauf und wollen so in den nächsten Spielen weitermachen“.
Während Trainer Karl-Heinz Eutinger vom TSV Binswangen nach dem 1:1 beim FC Pfaffenhofen-Unere Zusam von einem „furchtbaren Spiel“ sprach, das mit einem leistungsgerechten Remis endete („das war nicht unser Tag“), sah man das im gegnerischen Lager etwas anders. „Wir haben die ersten 25 Minuten ein super Spiel gemacht und uns nur nicht weiter belohnt“, lamentierte PUZ-Trainer Sascha Wenninger. In der zweiten Halbzeit habe es wenig Torraumszenen gegeben, wodurch die Punkteteilung letztlich schon in Ordnung gehe.
Einen Rückschlag im Titelrennen der Kreisklasse West II musste der SV Villenbach beim Schlusslicht SG Wittislingen/Ziertheim hinnehmen. 0:3 ging die Partie verloren. „Es war eine verdiente Niederlage, wir konnten leider nicht das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben“, klagte SVV-Trainer Maximilian Strobel. Der Gegner sei indes sehr zweikampfstark gewesen. Ein Transfer-Coup gelang dem Villenbacher Gegner wenige Tage vor dem Duell mit den Zusamtalern: Sportleiter Michael Keller verpflichtete den ehemaligen Zweitliga-Torhüter Felix-Adrian Körber (zuletzt SSV Dillingen). „Er war bei uns letzte Woche erstmals im Training. Das Umfeld und unsere Mannschaft hat ihm dabei sofort gefallen, deshalb konnten wir den Transfer schnell abwickeln“, so der Wittislinger Sportleiter.
Zusamaltheims Trainer bleibt an Bord
Beim VfL Zusamaltheim herrschte nach dem 2:0-Heimsieg in der A-Klasse West 3 gute Stimmung. Abteilungsleiter Jochen Manzenrieder lobte in der teilweise unfair geführten Partie vor allem Schiedsrichter Raimund Mörgenthaler: „Er hatte alles sehr gut unter Kontrolle“. Beim VfL hat man ganz nebenbei auch schon die Weichen für die kommende Saison gestellt. „Wir haben momentan keine Abgänge und ziehen Spieler von der Jugend nach“, verrät Manzenrieder. Das Trainerteam um Chefcoach Daniel Reiser bleibe ebenso an Bord.
In der Nachspielzeit durch einen fragwürdigen Elfmeter zwei Punkte verloren, davor Torhüter Alexander Schmid ins Günzburger Krankenhaus nach einer Verletzung eingeliefert – für den SC Altenmünster kam es in der Kreisliga West beim 1:1 in Bubesheim knüppeldick. Schmid fällt für den Rest der Saison aus. Wenn nun auf der Torhüterposition Not am Mann sein sollte, würde sich Trainer Johannes Walter selbst in den Kasten stellen, war er am Tag danach schon wieder zum Scherzen aufgelegt.
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