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Glosse: Fifa-Boss Infantino lacht über Trump

Glosse

Fifa-Boss Infantino lacht über Trump

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    Fifa-Boss Gianni Infantino und Donald Trump trafen sich bereits 2019.
    Fifa-Boss Gianni Infantino und Donald Trump trafen sich bereits 2019. Foto: Andrew Harnik, dpa

    Es gibt Termine, die die Menschheit spalten. Die eine Hälfte würde sich die rechte Hand abhacken lassen, um nur ja auf der Gästeliste zu stehen. Der Rest ist heilfroh, nicht eine Millisekunde lang dieselbe Luft mit dieser Mischpoke atmen zu müssen. Die Rede ist von der Amtseinführung von Donald Trump. Keine Gelegenheit für die Adabeis ein Glas Champagner abzustauben. Dort durften nur die Reichen und Schönen und Komplett-Durchgedrehten verfolgen, wie der bemitleidenswerte Ex-Präsident Joe Biden von seinem Nachfolger vor den Augen und Ohren der Weltöffentlichkeit abgekanzelt wurde. Aber das ist eine Geschichte, die im Politikteil steht.

    Hier ist die Rede von Gianni Infantino, der auf dieser Veranstaltung zu einhundert Prozent der richtige Mann am richtigen Ort war. Wenn sich einer genauso gut mit Deals und Demokratie auskennt wie Trump, dann der Präsident des Fußball-Weltverbandes Fifa. Auf einem Video ist irgendwo in der vierten Reihe hinter Biden und Kamala Harris der glatzköpfige Schweizer auszumachen. In den Tagen vor der Amtseinführung buhlte Infantino um die Aufmerksamkeit des 47. US-Präsidenten. Selbstredend outet sich der Fußball-Boss wie so viele machtbesessene Menschen in diesen Tagen als glühender Trumpist.

    Der Fifa-Chef Infantino trifft Trump - und ist stolz wie Bolle

    Längst vergessen der Ausrutscher von Trump, als der den Fifa-Chef im Januar 2020 auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos noch „Johnny“ und nicht Gianni nannte. Ist ja fast das Gleiche. Mit mehreren Posts auf seinem Instagram-Kanal teilte Infantino der Welt mit, dass er stolz wie Bolle sei, bei diesem Termin zugegen zu sein: „Was für eine unglaubliche Ehre, was für ein ungeheures Privileg auf der Siegesfeier.“ Als Trump bei der Amtseinführung ankündigte, den „Golf von Mexiko“ demnächst in „Golf von Amerika“ umzubenennen, ist allerdings deutlich zu sehen, wie Infantino in Gelächter ausbricht. Hoffentlich belastet das die Männer-Freundschaft nicht.

    Die welt-erhrlichsten Makler der Politik und des Fußballs spielen sich die Bälle zu. Am Vorabend der Amtseinführung hatte Trump auf einem Podium in Washington stehend gesagt: „Danke, Gianni, für die Weltmeisterschaft“. Infantino bedankte sich beim Präsidenten, mit dem ihn eine große Freundschaft verbinde. Über seinen Social-Media-Kanal ließ der Fußball-Chef verkünden: „Zusammen machen wir nicht nur „America Great Again“, sondern auch die gesamte Welt. Denn Fußball, oder Soccer, vereint die Welt.“ 2026 wird die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen. Oder in Greater-USA, wie Trump sagen würde. Die nervigen Nachbarn im Norden und Süden wird sich der US-Präsident bis zum Eröffnungsspiel einverleibt haben.

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