Wenn der FC Augsburg bei Borussia Mönchengladbach antreten wird (Samstag, 15.30 Uhr/Sky), wird er sein weinrotes Ausweichtrikot tragen. Das sogenannte „Römertrikot“ hat sich zu einem absoluten Verkaufsschlager entwickelt. Vor kurzem nun hat der FC Bayern München sein Trikot zum 125-jährigen Bestehen des Vereins vorgestellt. Und, was soll man sagen: Der Fußballer Kleider ähneln sich.
Der FCA hat das Sondertrikot des Rekordmeisters daraufhin auf humorvolle Art und Weise in seinen sozialen Kanälen thematisiert. „Kommt uns irgendwie bekannt vor! Was habt Ihr zu eurer Verteidigung zu sagen?“, fragten die Augsburger den FCB und markierten sogar dessen soziale Kanäle. Auf dem Posting hatte die FCA-Medienabteilung das Römertrikot dem neuen Dress des FC Bayern gegenübergestellt und mit einem fiktiven Dialog versehen. Freund: „Darf ich deine Hausaufgaben abschreiben?“ Ich: „Ja, aber mach es nicht so, dass es auffällt, okay?“
Tatsächlich weist das Bayern-Trikot große Ähnlichkeit mit dem FCA-Trikot auf. Sponsor, Ausrüster, Ärmelstreifen und Wappen sind in Gold gehalten, das Trikot ist dunkelrot mit sichtbaren Verzierungen. Allerdings gibt es allein aufgrund der Ausrüster Unterschiede. Adidas hat das Münchner Trikot mit den typischen drei Streifen versehen, während Mizuno selbstredend darauf verzichtet. Zudem komplettiert die Bayern-Kollektion eine weiße Hose und rote Stutzen, während Augsburgs Römerstyle komplett in Rot gehalten ist.

Was lustig gemeint war, hat im Netz unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Nicht jeder hat wohl den Zwinkersmiley im FCA-Post verstanden. Dem FC Bayern hätte man zugleich fehlende Kreativität vorwerfen können: Einerseits spielte er in der Saison 2011/12 in roten Trikots mit goldenen Streifen und Applikationen, andererseits hatte er erst im September 2022 ein Wiesn-Trikot in Weinrot und Gold auf den Markt gebracht.
Begehrt sind beide Trikots bei der Anhängerschaft der Klubs. Exemplare des Römertrikots waren kurz nach dem Verkaufsstart im Sommer kaum noch erhältlich. Ein nachproduziertes Kontingent war kurz vor Weihnachten innerhalb eines Tages restlos ausverkauft. Auch der Run auf die Bayern-Sondertrikots ist immens, von einem „Rekordansturm“ schrieb der Klub. Kurzfristig brach der Onlineshop der Münchner zusammen.
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