Seit Wochen wird Union Berlins Torwart Rafal Gikiewicz mit dem FC Augsburg in Verbindung gebracht, nach Informationen unserer Redaktion ist der Vertrag bereits seit Mai in trockenen Tüchern. Nun scheint der polnische Schlussmann den Wechsel auf Twitter ebenfalls verkündet zu haben: Einen Eintrag eines polnischen Journalisten teilte er kommentarlos auf seiner Twitter-Seite. Darin ist zu lesen: "Nach dem Wochenende wird Rafał Gikiewicz einen Vertrag mit Augsburg unterzeichnen und Union wird sich von ihm verabschieden."
Dass der 32 Jahre alte Gikiewicz den Aufsteiger zum Saisonende verlassen wird, ist bereits seit Monaten bekannt. Der Profi und sein Verein konnten sich nicht auf eine Verlängerung des Vertrags einigen, so dass Gikiewicz ablösefrei zu haben ist. Beim FC Augsburg wird er sich aller Voraussicht nach einen Kampf um den Platz im Tor mit der bisherigen Nummer eins Andreas Luthe und dem vor der Saison verpflichteten Tschechen Tomas Koubek liefern - mit klaren Vorteilen für Gikiewicz.
Der FC Augsburg gab bislang keine Stellungnahme ab
Laut Informationen unserer Redaktion wird Gikiewicz beim FC Augsburg einen Drei-Jahres-Vertrag bis 2023 unterschreiben. Der FC Augsburg gab auf Anfrage bislang keine Stellungnahme ab, ebenso wenig wie sein noch aktueller Verein Union Berlin.
Fraglich wird sein, wie Andreas Luthe auf eine erneute Degradierung reagieren würde. Der 33-Jährige präsentierte sich in den Spielen, nachdem er Koubek aus dem Tor verdrängt hatte, als sicherer Rückhalt und hatte maßgeblichen Anteil an dem Klassenerhalt des FC Augsburg. Beim Spiel gegen Leipzig wird Luthe wegen einer im Training erlittenen Schulterverletzung nicht spielen können. Für ihn dürfte Koubek ins Tor rücken.
Luthe, der 2016 vom VfL Bochum ablösefrei nach Augsburg wechselte, wird beim FCA geschätzt und hat einen Vertrag bis Juni 2022. Luthes Meinung ist gefragt, er ist Mitglied im Mannschaftsrat. Kürzlich gründete er zudem zusammen mit Mats Hummels und anderen namhaften Bundesliga-Profis wie Sven Bender ein neues Spielerbündnis, das in Zukunft bei wichtigen Entscheidungen Gehör finden will.
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