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Tennis: Kerber zieht in Wimbledon in die zweite Runde ein

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Kerber zieht in Wimbledon in die zweite Runde ein

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    Angelique Kerber setzte sich klar gegen die US-Qualifikantion Irina Falconi durch.
    Angelique Kerber setzte sich klar gegen die US-Qualifikantion Irina Falconi durch. Foto: Adam Dav (dpa)

    Befreiender Auftaktsieg zum Wimbledon-Jubiläum: 37 Tage nach ihrem peinlichen Erstrunden-Aus bei den French Open (wir berichteten) hat Angelique Kerber beim Rasen-Klassiker in London die zweite Runde erreicht. Die Vorjahresfinalistin und Weltranglisten-Erste gewann am Dienstag gegen die amerikanische Qualifikantin Irina Falconi 6:4, 6:4. Nach 87 Minuten auf dem Center Court nutzte die 29-Jährige ihren ersten Matchball. Bei ihrer zehnten Wimbledon-Teilnahme trifft Kerber jetzt auf die frühere Halbfinalistin Kirsten Flipkens aus Belgien.

    "Es ist immer gut, ein schweres Match in der ersten Runde zu haben. Ich bin froh, dass ich weitergekommen bin. Sie kommt aus der Quali, hat nichts zu verlieren und hat sehr gut gespielt", sagte Kerber. 

    Zverev zum ersten Mal seit 2009 in der zweiten Wimbledon-Runde

    Zuvor waren bereits Mischa Zverev und Tatjana Maria in die zweite Runde eingezogen. Der ältere Bruder von Alexander Zverev entschied das Duell mit dem Australier Bernard Tomic 6:4, 6:3, 6:4 für sich und steht zum ersten Mal seit 2009 wieder in der zweiten Wimbledon-Runde. Maria profitierte von der Aufgabe der russischen Qualifikantin Anastasia Potapowa. Mona Barthel dagegen schied gegen Coco Vandeweghe aus den USA nach einem 5:7, 2:6 aus. Maria spielt jetzt gegen Vandeweghe,

    Deutsche Tennisspielerinnen im Wimbledon-Finale

    Als Angelique Kerber 2016 das Wimbledon Finale gegen Serena Williams verlor, war sie erst die fünfte deutsche Tennisspielerin im Endspiel dieses Turniers.

    Den Anfang machte 1931Cilly Aussem, die in einem deutschen Tennis-Finale Hilde Krahwinkel 6:2, 7:5 bezwang.

    Ende der 80er Jahre startete Steffi Graf ihre Siegesserie an der Church Road.

    Ein Überblick: Cilly Aussem siegt im Jahr 1931gegen Hilde Krahwinkel. Hilde Krahwinkel verliert 1936 im Finale von Wimbledon gegen Hull Jacobs.

    Steffi Graf verliert im Jahr 1987 gegen Martina Navratilova. Ein Jahr später aber schon besiegt Graf Navratilova. Auch 1989 heißt die Siegerin des Endspiels Graf-Navratilova: Steffi Graf.

    Die Siegesserie geht für Steffi Graf weiter. 1991 bezwingt sie im Finale die Italienerin Gabriela Sabatini. Ein Jahr später siegt sie gegen Monica Seles.

    Steffi Graf holt sich auch 1993 gegen Jana Novotna die Siegerschale. 1995 gewinnt die Brühlerin gegen die Spanierin Arantxa Sánchez-Vicario.

    1996 nochmal ein Sieg gegen Sánchez-Vicario. 1999 dann verliert Steffi Graf gegen Lindsay Davenport.

    Sabine Lisicki verliert 2013 im Endspiel gegen Marion Bartoli. 2016 steht nun Angelique Kerber gegen Serena Williams im Finale - und gewinnt.

    "Ich denke nicht mehr an Paris. Ich freue mich sehr, wieder hier zu sein. Mit diesem Ort verbinde ich großartige Erinnerungen", hatte Kerber vor ihrem ersten Auftritt gesagt. Vor einem Jahr stand sie hier im Endspiel gegen die derzeit schwanger pausierende Serena Williams. 2016 gewann Kerber die Australian Open und die US Open und stand im olympischen Tennis-Finale. Doch so großartig das vergangene Jahr, so deprimierend die bisherigen Ergebnisse in diesem.

    Kerbers Verfassung war schwer einzuschätzen

    Als Kerber kurz vor 13 Uhr Ortszeit bei Sonnenschein den Center Court betrat, waren ihr Anspannung und Nervosität anzumerken. Zwar schaffte sie es bei ihrer Wimbledon-Generalprobe in der vergangenen Woche in Eastbourne in das Viertelfinale, doch so richtig wussten wohl auch Mutter Beata und Bundestrainerin Barbara Rittner in der Spielerbox die aktuelle Verfassung ihres Sorgenkindes nicht einzuschätzen.

    "Als ich heute den Platz betreten habe, kamen all die tollen Erinnerungen vom letzten Jahr wieder zurück. Ich bin glücklich, wieder hier zu sein, auch wenn es sich dieses Jahr komplett anders anfühlt", sagte Kerber mehr erleichtert als euphorisch nach ihrem Erstrunden-Sieg. Gleich den ersten Aufschlag nahm sie der Nummer 247 der Weltrangliste ab und ging schnell 3:0 in Führung.

    Falconi war eine unbequeme Kontrahentin

    Zum 3:1 gelang Falconi ein Break, aber Kerber ließ sich nicht allzu sehr verunsichern. Nach 48 Minuten gewann die Linkshänderin den ersten Satz. Ermutigt von ihren drei Siegen in der Qualifikation erwies sich die 27 Jahre alte Falconi aber als unbequeme Kontrahentin. Im zweiten Durchgang schaffte Kerber zum 3:2 ein Break, gab den Vorteil aber umgehend wieder ab. Nach 87 Minuten allerdings landete eine Vorhand Kerbers unerreichbar für Falconi im Feld. dpa

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