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Deutschland - Italien: 4:1 gegen Italien - Deutschland macht Ernst

Deutschland - Italien

4:1 gegen Italien - Deutschland macht Ernst

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    Mario Götze (rechts) jubelte ausgiebig nach seinem Kopfballtreffer zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen Italien. Erster Gratulant war Mannschaftskollege Thomas Müller.
    Mario Götze (rechts) jubelte ausgiebig nach seinem Kopfballtreffer zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen Italien. Erster Gratulant war Mannschaftskollege Thomas Müller. Foto: Sven Hoppe, dpa

    Die deutsche Nationalmannschaft hat sich nach der schwachen Leistung bei der 2:3-Niederlage gegen England rehabilitiert. Im Aufeinandertreffen mit den Italienern gelang der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw am Dienstagabend ein 4:1-Erfolg. Es war der erste Sieg gegen eine italienische Nationalmannschaft seit 1995.

    Im Vergleich zur Pleite gegen England nahm Löw fünf Änderungen vor. Manuel Neuer stand gar nicht mehr erst im Kader. Er war aufgrund einer Magen-Darm-Erkrankung vorzeitig abgereist. Für ihn stand Marc-André ter Stegen im Tor. Auch Sebastian Rudy, Shkodran Mustafi, Julian Draxler und Mario Götze rückten neu in die Mannschaft.

    Von Beginn an ließ das deutsche Team erkennen, dass es diesmal gewillt war, die Partie ernster zu nehmen, als das gegen England noch der Fall gewesen war. Vor allem Thomas Müller war dadurch aufgefallen, dass er allzu lax zu Werke ging. Als Erziehungsmaßnahme ließ Löw den Offensivspieler nicht etwa draußen, sondern ernannte den Bayern-Spieler gegen Italien in dessen 70. Länderspiel erstmals zum Kapitän. Mit der Binde am Arm wollte Müller eher durch Einsatz denn durch Lässigkeiten auffallen.

    Toni Kroos schießt Deutschland zur Führung

    Er war es auch, der mit einer flachen Hereingabe das 1:0 vorbereitete. Die Italiener schafften es lediglich, den Ball bis kurz hinter die Strafraumkante zu klären. Da war allerdings Toni Kroos positioniert, der den Ball an Gianluigi Buffon vorbei zur Führung schoss (24.).

    Obwohl es die erste Chance der Deutschen war, ging die Führung in Ordnung. Müller, Götze und Draxler brachten die italienische Hintermannschaft mit ihren Rochaden in unregelmäßigen Abständen in Bedrängnis. In der Defensive wiederum wirkte die aus Mats Hummels, Antonio Rüdiger und Mustafi bestehende Dreierkette erstaunlich souverän. Rudy und Jonas Hector verliehen dem Defensivverbund auf den Außenbahnen zusätzliche Sicherheit.

    Die Italiener wiederum ließen nicht mal im Ansatz erkennen, wie es ihnen möglich war, sich durch ein sehenswertes 1:1 in der Vorwoche gegen Spanien in den Kreis der EM-Favoriten zu spielen. Sie schafften es sogar, den mit 1,74 Metern kleinsten deutschen Spieler kurz vor der Halbzeit zum Kopfball kommen zu lassen. Der bei den Bayern derzeit unglückliche Mario Götze beförderte den Ball so zum 2:0 ins Tor. Die Vorarbeit hatte abermals Müller geleistet, diesmal mit einer gefühlvollen Flanke. Die deutsche Nationalmannschaft in der Einzelkritik

    Konzentrierter als gegen England

    Diesmal agierte die Mannschaft mit der Führung im Rücken konzentrierter als gegen England. Einen sehenswerten Konter über Götze und Draxler vollendete Hector in der 59. Minute zum 3:0. Eine Viertelstunde vor dem Ende verwandelte Mesut Özil schließlich noch einen von Buffon an Rudy verschuldeten Foulelfmeter zum 4:0. Dass die Deutschen nicht den höchsten Sieg gegen Italien aller Zeiten einfuhren lag an Rüdiger, der einen Schuss von Stephan El Shaarawy unhaltbar abfälschte (83.).

    Löw kann nach den beiden Länderspielen nun doch die Gewissheit mitnehmen, über einen Kader zu verfügen, der Stützen wie Jérôme Boateng oder gegen Italien Sami Khedira ersetzen kann. Wer den Sprung zur EM schafft, ist aber offen. Im Mai nominiert der Bundestrainer jene 23 Spieler, die mit nach Frankreich dürfen. Gestern ist die Auswahl deutlich größer geworden.

    Deutschland ter Stegen – Rüdiger, Mustafi, Hummels – Rudy, Hector (85. Ginter) – Kroos (90. Kramer), Özil – Müller (69. Can), Draxler (85. Volland) – Götze (61. Reus)

    Italien Buffon – Darmian, Bonucci (61. Ranocchia), Acerbi – Motta (68. Parolo), Montolivo – Florenzi (61. De Silvestri), Giaccherini (69. El Shaarawy) – Bernardeschi, Zaza (78. Antonelli), Insigne (68. Okaka)

    Tore 1:0 Kroos (24.), 2:0 Götze (45.), 3:0 Hector (59.), 4:0 Özil (75./Foulelfmeter), 4:1 El Shaarawy (83.) Zuschauer 62653

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