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Champions League: Vor dem Finale: Klopp und seine Liebeserklärung an Liverpool

Champions League

Vor dem Finale: Klopp und seine Liebeserklärung an Liverpool

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    Liverpool-Coach Jürgen Klopp will heute Abend endlich die Champions League gewinnen.
    Liverpool-Coach Jürgen Klopp will heute Abend endlich die Champions League gewinnen. Foto: Dave Thompson/PA Wire, dpa

    Heute Abend steigt zwischen FC Liverpool und Tottenham Hotspur in Madrid das Champions-League-Finale. Kurz vor dem Sport-Spektakel hat Jürgen Klopp seinem Verein noch eine Liebeserklärung gemacht. "Das ist ein wundervoller Club. Wir haben uns ineinander verliebt", sagte der deutsche Trainer des

    Nach dreieinhalb Jahren beim achtmaligen Europapokal-Sieger ist die Bindung zwischen Klopp, seinen Spielern und den Fans so eng, dass sie wahrscheinlich sogar eine weitere Endspiel-Niederlage am Samstagabend gegen den englischen Premier-League-Rivalen Tottenham Hotspur (21.00 Uhr/Sky und DAZN) überstehen würde. Aber darauf will es bei den "Reds" niemand ankommen lassen. "Wir stehen in einem Champions-League-Finale. Das ist das wichtigste Spiel im Weltfußball für einen Verein", sagte Klopp. "Das ist ein großes Ding und wir wollen diesmal das Ende bekommen, das dieser Club verdient."

    Wann hat es so etwas im Fußball zuletzt gegeben? Dass ein so herausragendes Team so lange auf seinen verdienten Lohn warten muss? Klopps FC Liverpool hat in vier Jahren drei Mal das Endspiel eines internationalen Wettbewerbs erreicht. Er hat in der englischen Meisterschaft 97 von 114 möglichen Punkten geholt. Und doch haben dieser Trainer und dieses Team noch keinen Titel zusammen gewonnen.

    Im Champions-League-Finale gegen Tottenham ist Liverpool großer Favorit

    Im Gegensatz zum Champions-League-Finale 2018 (1:3 gegen Real Madrid) und dem Europa-League-Endspiel 2016 (1:3 gegen FC Sevilla) ist Liverpool diesmal gegen Tottenham der klare Favorit. Klopp und sein Team sind deshalb aber auch einem Erwartungsdruck ausgesetzt, den sie durch epochale Spiele wie beim 4:0 im Halbfinal-Sieg gegen den FC Barcelona selbst geweckt haben.

    "Ich weiß, dass die Leute sagen: Wir sind der Favorit, weil wir in der Liga 27 Punkte mehr als Tottenham hatten", meinte Klopp. "Aber wenn du beide Spiele in der Premier League gesehen hast: Sie waren beide Male sehr gut. Sie endeten beide nur mit 2:1 für uns."

    Der Sky-Experte Dietmar Hamann hatte mit Liverpool 2005 die Champions League gewonnen. Der 45-Jährige kennt den Club und sein Innenleben sehr gut. "Für die Psyche wäre es unheimlich wichtig, jetzt den letzten Schritt zu gehen und einen Titel zu holen", sagte Hamann der Deutschen Presse-Agenturvor diesem Finale. "Die Champions League ist der größte Titel, den du im europäischen Fußball holen kannst. Außerdem ist das der Wettbewerb, in dem sich dieser Verein seinen legendären Status erarbeitet hat, als er in den 70er- und 80er-Jahren vier Mal den Landesmeister-Cup gewann."

    Das ist der FC Liverpool

    Gegründet: 1892

    Trainer: Jürgen Klopp

    Stadion: Anfield Road (ca. 45 000 Zuschauer)

    Stars: Christian Benteke, Roberto Firmino, Daniel Sturridge

    Liga-Platzierung 2014/15: Sechster

    Größte Erfolge im Europapokal: Fünfmal UEFA-Landesmeister-Pokal, dreimal UEFA-Pokal

    Final-Gegner Tottenham ist nicht zu unterschätzen

    Endspiel-Gegner Tottenham kann weder mit einer solchen Historie noch mit einer vergleichbaren Qualität des Kaders dienen. Aber genau das hat diese Mannschaft schon in den vorangegangenen Runden gegen Manchester City oder Ajax Amsterdam so gefährlich gemacht. "Es ist ein großartiges Erlebnis, bei diesem Spiel dabei zu sein. Wir sollten das genießen. Und am besten genießt man das, indem man das Spiel gewinnt", sagte Hugo Lloris. Der 32 Jahre alte Torwart weiß, wovon er spricht. Er wurde vor einem Jahr mit Frankreich Weltmeister.

    Tottenhams Trainer Mauricio Pochettino hat die besonderen Umstände dieser Saison am Tag vor dem Finale noch einmal beschrieben. "Wir konnten im Sommer und Winter keine neuen Spieler verpflichten. Wir konnten unser neues Stadion erst viel später beziehen und waren deshalb gezwungen, weiter in Wembley zu spielen. Über Monate sind die Dinge anders gelaufen, als wir uns das vorgestellt haben", sagte der Argentinier. "Aber all das hat uns stärker gemacht und zusammengeschweißt. Wir wollen hier Geschichte schreiben." (dpa)

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