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Schwabmünchen
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„Künstlerin Sabine Rothe: Leidenschaft fürs Malen von Haustieren und Natur“

Mittelneufnach

Die Kunst, treue Begleiter zu malen

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    Sabine Rothe malt gerade das Frühlingserwachen in einem Wald nahe Grimoldsried mit Acrylfarben.
    Sabine Rothe malt gerade das Frühlingserwachen in einem Wald nahe Grimoldsried mit Acrylfarben. Foto: Karin Marz

    Für Sabine Rothe ist die Malerei nicht nur ein Hobby, sondern eine Berufung. Seit ihrer Kindheit malt sie leidenschaftlich gerne und liebt die Natur, die für sie ihre wichtigste Inspirationsquelle ist. In ihrem Atelier in Mittelneufnach stehen viele besondere Natur-Bilder, aber einige Bilder stechen besonders hervor: Portraits von Haustieren. Sabine Rothe liebt neben der Natur und der Gartenarbeit auch Tiere. Durch ihren Hund Mali ist sie vor einigen Jahren auf die Idee gekommen, Tiere zu malen. „Am liebsten ist mir zwar, wenn ich vor Ort ein echtes Motiv malen kann, aber im Gegensatz zu Blumen, Landschaften oder Wäldern bleiben Tiere oft nicht lange ruhig. Daher sind Tiere nicht ganz so einfach zu malen“, sagt die 69-Jährige und schmunzelt.

    Schließlich hatte sie den Einfall, als Motiv Tierfotos zu nehmen und initierte vor zwei Jahren eine Ausstellung im Mittelneufnacher Gemeindezentrum mit dem Titel „Unsere Vierbeiner“. Interessenten konnten Sabine Rothe Fotos von ihren Haustieren bringen, die sie dann malte und die Bilder schließlich im Gemeindezentrum ausstellte. „Das hat mir sehr viel Freude bereitet und einige Tierbesitzer haben die Bilder dann nach der Ausstellung von mir abgekauft“, erinnert sich die Künstlerin.

    Sie lässt auch eine eigene Interpretation einfließen

    Wichtig ist ihr, dass sie nicht nur das Foto des Tieres abmalt und somit kopiert, sondern zugleich ihre eigene Interpretation in das Bild bringen möchte. Gemalt hat sie bereits Bilder von Hunden, Katzen, Schildkröten, Lamas, Pferden, Vögel und Hasen. „Geschafft habe ich es bereits, meinen Hund zu zeichnen, als er geschlafen hat. Das ist aber dann reine Glückssache, da ich nie genau vorhersehen kann, wie lange er ruhig liegen bleibt.“ Auch bei einem Lama ist es ihr bereits gelungen, das echte Tier zu zeichnen, da es recht ruhig war. Die Künstlerin malt aber nicht nur Tiere, sondern bietet auch Volkshochschul-Kurse für Arbeiten mit Specksteinen an, aus denen Tiere geformt werden. Daran gefällt ihr die besondere Beschaffenheit des Steins und die unzähligen Möglichkeiten, Tiere zu gestalten.

    Dieser Hase fällt durch seine Farbgebung auf.
    Dieser Hase fällt durch seine Farbgebung auf. Foto: Karin Marz

    Sabine Rothe studierte Kunst und Kunstgeschichte sowie Lehramt und war viele Jahre als Grundschullehrerin sowie als Dozentin für Malerei tätig. Nach wie vor ist sie nebenberuflich als Künstlerin aktiv, gibt Kurse, nimmt regelmäßig an Kunstausstellung teil und ist Mitglied im Kunstverein Schwabmünchen. Die nächste Ausstellung, an der sie sich mit ihren Werken beteiligt ist, beginnt am 4. April im Krankenhaus Schwabmünchen. „Das ist nun das Schöne am Rentenalter, dass ich viel mehr Zeit zum Malen, für Ausstellungen und für meine Gartenarbeit habe. Grün ist daher meine Lieblingsfarbe.“

    Diese Katze hat Sabine Rothe mit Bundstiften gezeichnet.
    Diese Katze hat Sabine Rothe mit Bundstiften gezeichnet. Foto: Marz

    Für ihre Kunstwerke, die sie entweder in Aquarell, Acryl oder teilweise mit Buntstiften zeichnet, experimentiert sie manchmal mit Gegenständen aus der Natur. Beispielsweise Wurzeln oder Muscheln aus dem Urlaub arbeitet sie dann in die Bilder mit ein. Diese findet sie bei ausgedehnten Spaziergängen mit ihrem Hund und hält auch bewusst Ausschau nach Motiven, die sie malen könnte. Für sie sind daher Gärten, Parks und Wälder Orte, an denen sie immer wieder Ideen zum Malen sammelt. Vor allem von der Umgebung ihres Wohnortes Mittelneufnach in der hügeligen Staudengegend, in dem sie seit 15 Jahren lebt, lässt sie sich gerne inspirieren. „Völlig fasziniert war ich vor einiger Zeit von der Stimmung vor einem Gewitter. Ich war so versunken zu malen, dass ich es fast nicht rechtzeitig geschafft hätte, mein Bild in das Auto zu schaffen, bevor ein richtiger Platzregen losging.“ Sie fügt hinzu: „Malen bedeutet für mich, in eine entspannende, aber gleichzeitig sehr konzentrierte Arbeit zu versinken und das Experimentieren mit Farbe.“

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