Zum Glück gibt es auf Schiffsreisen keine Gepäckbegrenzung. Trotzdem kann Packen für eine Kreuzfahrt richtig in Arbeit ausarten. Der Grund dafür ist, dass Mein Schiff, Aida & Co. lange Packlisten bereithalten, was alles in den Koffer sollte. Neben sämtlichen Reisedokumenten, der Reiseapotheke sowie Medikamenten, betrifft dies vor allem die Garderobe. Woran die Reedereien aber nicht denken, das sind jene praktischen Gebrauchsgegenstände, die man zwar nicht unbedingt für die Reise braucht, die aber das Leben an Bord praktischer gestalten.
Es beginnt schon mit der Kabine. Der Grund, warum diese nicht Zimmer heißt, liegt nicht nur in der meist begrenzten Größe, sondern auch am Umstand, dass eine Schiffsunterkunft anders konstruiert ist als ein Hotelraum mit Mauern. Das hat Folgen für die Belüftung. Balkons sind nicht auf jedem Schiff üblich, Bullaugen verschlossen und die preiswerteren Innenkabinen haben ohnehin keine Fenster. Personen mit sensiblen Nasen werden die stickigere Luft trotz Klimaanlage sofort wahrnehmen und haben sicherheitshalber ein Raumspray oder Duftstäbchen dabei.
Für die Kreuzfahrt Haken und Ringlicht einpacken
Die Tatsache, dass die Kabinen meist aus einem Stahlrahmen bestehen, der die Wandteile aus Kunststoff zusammenhält, bringt zwei Eigenschaften mit sich. Die Paneele sind zwar isoliert, aber der Schallschutz ist natürlich in einem Zimmer mit Boden und dicken Wänden viel besser. Geräuschempfindliche Passagiere sorgen mit guten Ohrstöpseln für eine ruhige Nacht vor. Zum anderen kann man wegen des Stahlrahmens Magnethaken an den Wänden anbringen. Denn: Vorrichtungen, um Dinge vom Schlüssel über den Schiffsausweis bis zum Sonnenhut aufzuhängen, kann man nie genug haben. Im Bad reichen dank der glatten Oberflächen oft Saughaken.
Bei Bädern auf Schiffen handelt es sich tatsächlich um Nasszellen. In der Regel bestehen sie aus einem geformten Kunststoffelement. Fenster gibt es nicht und daher fehlt es oft an gutem Licht. Wer Make-up auflegen möchte, hat ein Problem. Trübe Beleuchtung lässt sich jedoch leicht mit einem mitgebrachten Ringlicht ausgleichen, so wie es alle Zoom- oder Instagram-Profis benutzen, wenn sie Selfies oder Videos mit dem Handy machen.
Auf Schiffen ist die Zahl der Steckdosen begrenzt
Apropos Smartphone und Co.: Auf vielen Kreuzfahrtschiffen sind mitgebrachte Verlängerungskabel und Mehrfachstecker wegen der Überspannungs- und Brandgefahr nicht erlaubt. Zugleich aber ist die Zahl der Steckdosen in den öffentlichen Bereichen begrenzt. Wer also nicht ständig in seine Kabine laufen will, um sein Handy aufzuladen, der sorgt mit einer entsprechenden Powerbank (Ersatz-Akku) vor. Zugleich hat er die passenden Adapter dabei, damit auch seine USB-Anschlüsse in jede Steckdose passen. Denn nur gerade vom Stapel gelaufene oder komplett renovierte Schiffe haben in den Kabinen USB-Anschlüsse.
Wäscheklammern können auf Kreuzfahrtschiffen hilfreich sein
Die nächsten Gegenstände entfalten bei Mitnahme ihren Nutzen erst bei Pool-Aufenthalten und Landgängen so richtig. Man packe also auf jeden Fall eine große Tasche ein. Dies kann eine Badetasche oder auch ein Shopper sein. Von Vorteil ist, wenn das Teil leicht und unempfindlich ist. Da kommt nicht nur das Badezeug rein, sondern bei Ausflügen alles, was man so braucht. Zusätzlich verhindern eine Plastiktüte oder ein wasserdichter Beutel, dass der restliche Tascheninhalt durch nasse Badesachen feucht wird. Mit diesen zwei Behältnissen spart man sich viele Gänge zwischen Pooldeck und Kabine. Bei Landgängen lassen sich Pullover, Wasserflasche, Proviant und Ähnliches im Shopper unterbringen. Klein, aber vielseitig verwendbar sind zudem zwei, drei Wäscheklammern. An Bord herrscht meist eine Brise. Wer verhindern will, dass der Pareo oder das Käppi wegfliegen, der klemmt sie einfach an den Taschenrand. Außerdem lassen sich damit auch gefahrlos Badeklamotten im Wind trocknen und Vorhänge blickdicht verschließen.
Eine praktische Kann-Option ist ein Schlüsselband. An diesen Bändern mit Karabiner kann man die Schlüsselkarten befestigen, mit denen sich nicht nur die Kabine öffnen lässt, sondern alles an Bord bezahlt wird. Oft bekommen Kreuzfahrtreisende so etwas bereits von ihrer Reederei als Werbegeschenk, aber das ist nicht hilfreich. Hängt die Schiffskarte jedoch an einem individuell gestalteten Schlüsselband um den Hals, dann ist sie immer griffbereit und schützt zugleich vor Missverständnissen.
Ebenfalls kein Muss, aber nie falsch ist es, ein wenig Bargeld dabeizuhaben. Auf den Schiffen gibt es keine Geldautomaten. Das ist auch nicht nötig, weil schließlich alles über die Schlüsselkarte abgerechnet wird und das Trinkgeld bereits in der Gesamtrechnung enthalten ist. Trotzdem schadet es nie, besonders gute Serviceleistungen mit einem kleinen Extra zu belohnen. Denn wie heißt es so schön: „Kleine Geschenke erhalten Freundschaft.“
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