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Tourismus: Der Krieg in der Ukraine verunsichert die Reisebranche

Tourismus

Der Krieg in der Ukraine verunsichert die Reisebranche

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    Wird man in diesem Jahr trotz des Ukraine-Konflikts unbeschwert verreisen und beispielsweise den Sonnenaufgang an der Nordsee genießen können?
    Wird man in diesem Jahr trotz des Ukraine-Konflikts unbeschwert verreisen und beispielsweise den Sonnenaufgang an der Nordsee genießen können? Foto: Christian Charisius, dpa

    Alles sah nach einem guten Reisejahr aus – trotz Corona. Immerhin hat das Robert-Koch-Institut inzwischen alle Hochrisikogebiete gestrichen. Doch dann kam der Krieg in der Ukraine. Der Schock ist groß, die Hilfsbereitschaft auch. Die Reaktionen in der Touristik sind unterschiedlich.

    Inwieweit dieser Krieg „die nach zwei Jahren sehr große Reiselust der Deutschen beeinflussen wird vermag niemand zu sagen“, erklärte Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverband. In der aktuellen Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR), die anlässlich der digital veranstalteten Internationalen Tourismusbörse (ITB) verkündet wurde, waren die Aussichten auf das aktuelle Reisejahr noch sehr gut, die

    Urlaubsreisen bedeuten für die Deutschen "Lebensqualität"

    Urlaubsreisen, so Dr. Martin Lohmann, wissenschaftlicher Berater der FUR, seien für die meisten Deutschen „ein unverzichtbarer Bestandteil der Lebensqualität“. Allerdings seien die Rahmenbedingungen für den Tourismus noch immer herausfordernd. Das gilt wohl auch für Russlands Krieg in der Ukraine.

    In der Reiseanalyse ist von ersten Anzeichen der Erholung 2021 die Rede mit neun Prozent mehr Urlaubsreisen als 2020 und Gesamtausgaben von 56 Milliarden Euro (+24 Prozent). Steigerungen gab es vor allem bei den Destinationen, die „2020 am meisten Federn gelassen hatten“: Spanien, Italien, Türkei, Portugal, Kroatien, Griechenland. Auch Fluganreisen, Hotelübernachtungen und Pauschalreisen legten zu, blieben aber „noch klar unter 2019“.

    Das ist den Deutschen bei ihrem Urlaub wichtig

    Im Januar planten fast zwei Drittel der Deutschen, 2022 sicher zu verreisen. Als wichtigste Motive nannten sie Abstand zum Alltag, Spaß, Sonne, Entspannung, frische Kraft und Zeit füreinander. Aber auch Gesundheit und Entspannung und gemeinsame Erlebnisse stehen hoch im Kurs. 47 Prozent der Befragten legen Wert auf ökologische Nachhaltigkeit, 64 Prozent ist ein sozialverträglicher Urlaub wichtig. Am tatsächlichen Reiseverhalten bewirken diese Einstellungen bislang allerdings noch wenig.

    Was die Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine auf den Tourismus angeht, erwartet Martin Lohmann nicht, „dass die Nachfrage wegbricht“. Viel hänge davon ab, wie weit der Krieg sich ausdehne und welche Folgen bei den Deutschen direkt ankommen.

    Alle Informationen zur Eskalation erfahren Sie jederzeit in unserem Live-Blog zum Krieg in der Ukraine.

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