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Pkw-Maut: Dobrindt bleibt stur: "Habe nichts an meinem Plan zu ändern"

Pkw-Maut

Dobrindt bleibt stur: "Habe nichts an meinem Plan zu ändern"

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    "Ich habe nichts an meinem Plan zu ändern", sagte Dobrindt  vor einem Bierzelt-Auftritt auf dem Gillamoos-Volksfest in Abensberg (Niederbayern).
    "Ich habe nichts an meinem Plan zu ändern", sagte Dobrindt vor einem Bierzelt-Auftritt auf dem Gillamoos-Volksfest in Abensberg (Niederbayern). Foto: Stephanie Pilick (dpa)

    Mautkosten in Europa

    Autofahrer werden in vielen europäischen Ländern auf Autobahnen zur Kasse gebeten. Die Systeme sind unterschiedlich. Einige Beispiele:

    FRANKREICH: Die Autobahnen sind von einigen Ausnahmen abgesehen gebührenpflichtig. Der Tarif hängt von der gefahrenen Strecke ab. So fällt beispielsweise für die 465 Kilometer von Paris nach Lyon für Autos eine Maut von etwa 33 Euro an.

    ITALIEN: Fast alle Autobahnen sind mautpflichtig. Auch hier richtet sich der Preis nach der Entfernung. Die 450 Kilometer lange Strecke von Rom nach Bari kostet etwa 33 Euro.

    ÖSTERREICH: Eine Jahresvignette kostet für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen rund 83 Euro, zwei Monate schlagen mit etwa 25 Euro zu Buche, zehn Tage kosten 8,50 Euro.

    SCHWEIZ: Für die Jahresvignette für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen werden 33 Euro fällig.

    SLOWAKEI: Für zehn Tage kostet die Vignette für Autos 10 Euro, für einen Monat 14 und ein Jahr 50 Euro.

    SLOWENIEN: Eine Sieben-Tage-Vignette ist für 15 Euro erhältlich, für einen Monat kostet sie 30 und für ein Jahr 110 Euro.

    DEUTSCHLAND: Im März 2015 hat der Bundestag die Pkw-Maut für deutsche Autobahnen und Bundesstraßen beschlossen. Ausländer können entweder eine Zehn-Tages-Vignette oder eine Zwei-Monats-Vignette erwerben. Die Preise liegen - je nach Gültigkeitsdauer und Motorgröße sowie Schadstoffausstoß - zwischen fünf und 30 Euro. Für in Deutschland registrierte Fahrzeuge wird ein jährlicher Betrag erhoben, der sich auf maximal 130 Euro beläuft.

    Trotz anhaltender Widerstände will Alexander Dobrindt (CSU) in Sachen Pkw-Maut nicht von seinem Konzept abweichen: "Ich habe nichts an meinem Plan zu ändern", sagte Dobrindt am Montag vor einem Bierzelt-Auftritt auf dem Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg.

    Immerhin zeigte sich der Bundesverkehrsminister gesprächsbereit: "Es wird über alles diskutiert." Er habe festgestellt, dass es eine große gesellschaftliche Debatte über die Finanzierung von Infrastruktur gebe. In der Summe sei dies eine gute Debatte.

    Alexander Dobrindt: "Benachteiligung deutscher Autofahrer muss aufhören"

    Weiterhin verteidigte Dobrindt in seiner Rede das Maut-Konzept als fair, gerecht und sinnvoll. "Ich will überhaupt niemanden diskriminieren," wies er europarechtliche Bedenken zurück. "Aber ich will endlich dafür sorgen, dass die Benachteiligung der deutschen Autofahrer aufhört", sagte er mit Blick auf die Maut-Pflicht in vielen europäischen Nachbarstaaten. dpa

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