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Kommentar: Finger weg vom Kohleausstieg!

Kommentar

Finger weg vom Kohleausstieg!

Rudi Wais
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    Unser Autor warnt vor einem vorzeitigen Ausstieg aus der Kohle.
    Unser Autor warnt vor einem vorzeitigen Ausstieg aus der Kohle. Foto: Patrick Pleul, dpa (Symbolbild)

    Lassen wir die Kirche im Dorf. Ein Land, das fast zeitgleich aus der Atomkraft und der Kohle aussteigt und parallel dazu Millionen von Menschen zum Umstieg auf elektrische Autoantriebe überreden will, wird seinen wachsenden Energiebedarf auf absehbare Zeit nicht alleine mit dem Bau neuer Solaranlagen und Windräder decken können. Der Kohlekompromiss, sorgsam austariert bis ins Jahr 2038, ist die Brücke in die Zeit der erneuerbaren Energien. Er schafft erst die Versorgungssicherheit, die ein Industrieland braucht.

    Den Kohlekompromiss in Frage zu stellen, ist mindestens riskant

    Ihn jetzt infrage zu stellen, wie Markus Söder das tut, ist aus ökonomischer Sicht mindestens riskant, wenn nicht grob fahrlässig. Und überhaupt: Indem der CSU-Chef das geltende Ausstiegsziel als „unambitioniert“ verwirft, fällt er auch seinem Kanzlerkandidaten Armin Laschet in den Rücken, der im Kohle-Land Nordrhein-Westfalen schon Schwierigkeiten hat, den Abschied von der Kohle in seiner beschlossenen Form zu verteidigen.

    Unambitioniert: Das klingt, ein wenig, als meine Söder nicht nur den Kohleausstieg selbst, sondern auch den Kollegen Laschet. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

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