Vor dem ägyptischen Ferienort Hurghada am Roten Meer hat es ein tödliches U-Boot-Unglück gegeben. Dort ist am Donnerstag ein U-Boot mit Touristen und Touristinnen an Bord verunglückt. An Bord waren den Einsatzkräften zufolge 44 Passagiere. Davon seien mindestens sechs Personen gestorben. Neun weitere wurden demnach verletzt, vier von ihnen sollen sich in kritischem Zustand befinden. 29 Überlebende seien gerettet worden.
Nach Angaben des russischen Generalkonsuls in Hurghada, Viktor Woropajew, waren auf dem U-Boot ausschließlich russische Touristen. Er bestätigte der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass fünf Todesfälle, darunter zwei Minderjährige. Von den ägyptischen Behörden gab es vorerst keine Angaben zur Nationalität der Betroffenen. Von den ägyptischen Behörden gab es bislang keine Angaben zu den Nationalitäten der Opfer.
Wie kam es zu dem U-Boot-Unglück in Ägypten?
Das Boot sei vor dem Jachthafen eines Hotels in der Stadt Hurghada gesunken. Russische Medien berichteten unter Berufung auf Augenzeugen von einer Kollision des Bootes mit einem etwa 25 Meter tiefen Korallenriff. Nach einem Bericht des russischen Telegramkanals Shot brach daraufhin an Bord Panik aus, weil Wasser in den Innenraum des U-Boots gedrungen sei und dieses zu sinken begonnen habe. Es sei zu Rangeleien gekommen, weil Eltern versucht hätten, ihre Kinder zu retten.
Wegen des hohen Wasserdrucks hätten die Menschen die Orientierung verloren. Zu Hilfe kam demnach ein anderes Touristenschiff. Urlauber hätten Menschen in Seenot aus dem Wasser gezogen, schilderte Shot.

Nach Medienberichten waren 21 Rettungswagen unterwegs.
U-Boot Sindbad sinkt vor Hurghada: Mehr als 40 Menschen an Bord
Beim dem Unglücksschiff soll es sich um ein U-Boot mit dem Namen „Sindbad“ handeln. Der sogenannter Halbtaucher ermögliche es Passagieren von unteren Deck aus die Unterwasserwelt zu beobachten. Es bietet Platz für 44 Personen und kann bis zu 25 Meter in die Tiefe tauchen, heißt es auf der Webseite des Betreibers. Es soll außerdem über Panorama-Fenster verfügen.

Ähnliches Boot-Unglück im November 2024 in Ägypten
Erst Ende des vergangenen Jahres hatte sich ein ähnliches Unglück in Ägypten ereignet. Bei einem schweren Bootsunglück in Ägypten starben zwei Deutsche. Mehr als 40 Menschen waren an Bord, als es sank. Insgesamt sechs Tote wurden damals geborgen. Es handelte sich dabei um die Motorjacht „Sea Story“, die Touristen zu Tauchplätzen im Roten Meer brachte.
Beim Reiseveranstalter Tui ist Ägypten das drittbeliebteste Reiseziel in den Osterferien. 13 Prozent der Urlauberinnen und Urlauber verbringen ihre Ferien dort, wie das Unternehmen vergangenen Freitag mitteilte. (mit dpa)
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