Ein Lieferwagen-Fahrer hat in Wien vor dem Sitz des österreichischen Senders ORF mit einem Bombenanschlag gedroht. Das sagte eine Moderatorin im Fernsehen, nachdem ihre Sendung aus Sicherheitsgründen vorübergehend unterbrochen worden war. Am frühen Dienstagmorgen lief deswegen ein Einsatz der örtlichen Polizei. Der Großeinsatz fand in Wien-Hietzing am Küniglberg im 13. Bezirk statt. Laut Medienberichten waren demnach seit fünf Uhr Beamtinnen und Beamte „wegen eines verdächtigen Fahrzeugs“ im Einsatz.
Wie die Polizei Wien auf der Plattform X mitteilt, sei der Mann mittlerweile festgenommen worden. Er habe mit seinem Fahrzeug die Straße blockiert und behauptet, dass sich in dem Lieferwagen eine Bombe befinde. Die Einsatzkräfte richteten eine größere Sperrzone ein, Gebäude wurden evakuiert.
Wie die Polizei Wien später mitteilte, verlief die Durchsuchung des Lkws negativ. Einsatzkräfte der Diensthundeeinheit und des Entschärfungsdienstes durchsuchten anschließend die Bereiche in der Nähe. Es wurde jedoch kein Sprengkörper gefunden.
53-jähriger Mann festgenommen und in Justizanstalt übergeben
Die Sperren blieben noch mehrere Stunden aufrecht und wurden gegen 10.30 Uhr wieder aufgehoben. Der festgenommene Mann ist 53 Jahre alt und wurde vor Ort überführt und in eine Justizanstalt gebracht, wie die Polizei Wien auf der Plattform X schreibt.
Zu dem Verdächtigen machte die Polizei noch keine Angaben. Auf der Seitenwand des Lieferwagens war unter anderem die Parole „Klimawandel ade“ zu lesen. Einige österreichische Medien wie heute oder OE24 sprechen von einem Klimaaktivisten, der den Lkw gesteuert haben soll.
Vom Einsatz betroffen war unter anderem auch die Sendung „Guten Morgen Österreich“ wie der Standard berichtet. „Aufgrund einer technischen Störung beginnt ‚Guten Morgen Österreich‘ verspätet“, blendete der ORF ein und zeigte stattdessen wohl das Wetterpanorama. (mit dpa)
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
Registrieren sie sichSie haben ein Konto? Hier anmelden