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Corona-Pandemie: Spanien jetzt Corona-Risikogebiet: Reisewarnung gilt auch für Mallorca

Corona-Pandemie

Spanien jetzt Corona-Risikogebiet: Reisewarnung gilt auch für Mallorca

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    Ab Sonntag gilt ganz Spanien als Corona-Risikogebiet. Das Bild zeigt den Strand von Caños de Meca an der Costa de la Luz.
    Ab Sonntag gilt ganz Spanien als Corona-Risikogebiet. Das Bild zeigt den Strand von Caños de Meca an der Costa de la Luz. Foto: Manuel Meyer, dpa (Symbolbild)

    Steigende Corona-Zahlen in vielen Teilen Europas machen die Lage für Sommerurlauber immer unübersichtlicher. So warnt die Bundesregierung mitten in der Ferienzeit nun vor touristischen Reisen in das beliebteste Urlaubsland der Deutschen: Ganz Spanien gilt ab Sonntag als Corona-Risikogebiet. Test- und Quarantänepflichten sind die Folge.

    Für Thomas Bareiß, den Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, ein bedauerlicher, aber angesichts der verschärften Infektionslage in Spanien unvermeidlicher Schritt. „Die Bestimmungen der Einreiseverordnung dienen auch dazu, Menschen in der Pandemie das Reisen zu ermöglichen“, sagte der CDU-Politiker unserer Redaktion. Die Neubewertung sei „eine angemessene Maßnahme, damit Reisen weiterhin sicher bleibt“.

    Reisewarnung wegen Corona: Bundesregierung stuft Zypern als Hochinzidenzgebiet ein

    Galten bislang lediglich bestimmte Städte und Regionen in Spanien als Risikogebiete, wird nun das gesamte Land in diese Kategorie eingestuft. Und dazu gehört auch die bei deutschen Urlaubern besonders beliebte Baleareninsel Mallorca. Innerhalb weniger Tagen war die Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien auf 179 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner je Woche geklettert.

    Als Risikogebiet, die niedrigste von drei Corona-Gefahrenstufen, gilt ein Land bereits ab einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von 50. Rückkehrer aus solchen Regionen müssen sich für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben, die durch einen negativen Test beendet werden kann. Steigen die Corona-Zahlen in Spanien weiter, dürfte der Inzidenzwert rasch auf über 200 steigen. Ab dann gilt ein Land als Hochinzidenzgebiet – was für Urlauber deutlich gravierendere Folgen hat.

    Touristen, die aus solchen Staaten heimkehren, müssen sich, sofern sie ungeimpft sind und auch keinen Nachweis einer Genesung haben, für zehn Tage in Quarantäne begeben. Frühestens nach fünf Tagen können sie sich „freitesten“. Wie bislang schon Russland, Großbritannien oder Portugal stuft die Bundesregierung nun auch die Mittelmeerinsel Zypern als Hochinzidenzgebiet ein. Zur Verunsicherung deutscher Urlauber beitragen könnten zudem Entwicklungen in anderen europäischen Ländern. So verhängte die Slowakei für nicht vollständig geimpfte Einreisende eine 14-tägige Quarantänepflicht.

    Frankreich rät derzeit generell von Reisen nach Spanien und Portugal ab

    Die französische Regierung rät ihren Bürgern gleich ganz von Reisen nach Spanien und Portugal ab. Thomas Bareiß kritisiert das scharf: „Wiederkehrende Panikmache zulasten der Reisenden und der Branche, sobald die Zahlen steigen, ist nicht angebracht. Einen Aufruf zur Meidung bestimmter Urlaubsländer halte ich daher für nicht zielführend.“ Sinnvoller seien europaweit einheitliche Regelungen bei bestimmten Infektionszahlen. Bareiß: „Wir sollten gemeinsam Vertrauen schaffen und auf gute Test- und Hygienekonzepte setzen.“

    Der Reisekonzern Alltours hat unterdessen bekannt gegeben, dass er in seinen Allsun-Hotels ab Ende Oktober Erwachsene nur noch dann beherbergen will, wenn sie nachweislich entweder geimpft oder genesen sind. Junge Gäste sollen teils getestet werden.

    Tourismusbeauftragter Bareiß mahnt Urlauber zur Eigenverantwortung

    Wie eine neue Studie zeigt, spielt die Corona-Lage bei der Wahl ihres Reiseziels für die Deutschen eine immer größere Rolle. Laut der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners achten dabei 30 Prozent der Befragten auf mögliche Einschränkungen am Urlaubsort und 23 Prozent auf die Qualität des örtlichen Gesundheitssystems. Für die meisten Befragten (38 Prozent) ist der Preis das wichtigste Entscheidungskriterium.

    Tourismusbeauftragter Bareiß mahnt die Urlauber zur Eigenverantwortung: „Die Menschen können unter gegebenen Bedingungen entscheiden, wie und wo Sie ihren Urlaub verbringen. Vieles ist möglich und ich bin überzeugt, dass die Menschen diesen Sommer Erholung finden.“ Er selbst sei Freund heimischer Ziele: „Sollte es einige nicht in die Ferne ziehen, freuen sich die drei Millionen Tourismusbeschäftigten in Deutschland Ihre Gäste zu empfangen.“

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