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Fußball: Wenn der FCA anruft, gibt’s kein Zaudern

Fußball

Wenn der FCA anruft, gibt’s kein Zaudern

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    Nur noch bis zum Saisonende Trainer des Landesligisten TSV Nördlingen, dann wechselt er zum FC Augsburg: Tobias Luderschmid.
    Nur noch bis zum Saisonende Trainer des Landesligisten TSV Nördlingen, dann wechselt er zum FC Augsburg: Tobias Luderschmid. Foto: Dieter Mack

    Tobias Luderschmid hat die nächste Stufe einer erfolgreichen Trainerlaufbahn erklommen: Mit der neuen Saison wird er die zweite Mannschaft des FC Augsburg trainieren und Dieter Märkle beerben. Damit übernimmt er nach dem TSV Rain, den er 2012 in die Regionalliga geführt hatte, wieder eine Mannschaft, die in der höchsten Amateurliga Fußball spielt – dieses Mal aber zu Profi-Bedingungen.

    Vollkommen überrascht sei Tobias Luderschmid nicht gewesen, als der Anruf kam mit der Frage, ob sich der Feldheimer nicht eine Aufgabe beim FC Augsburg vorstellen könne. „Es war schon mein Ziel, einmal eine Festanstellung bei einem Profi-Verein zu bekommen“, sagt der 33-Jährige. Als Trainer des damaligen Regionalligisten TSV Rain hatte er schon öfter Kontakt zu Nachwuchs-Cheftrainer Manuel Baum vom FCA sowie anderen Profi-Teams. Deshalb hatte sich Luderschmid zumindest schon mit dem Gedanken an eine solche Tätigkeit befasst. Die Entscheidung war deshalb relativ schnell getroffen: „So ein Angebot flattert schließlich nicht jeden Tag ins Haus.“

    Derzeit trainiert er noch den Landesligisten TSV Nördlingen. Nun wolle er aber den nächsten Schritt in seiner Trainerlaufbahn wagen, seinen Horizont erweitern und die Arbeit bei einem professionellen Klub kennenlernen.

    Mit nur 33 Jahren bereits bei einem Top-Klub

    Dass er mit 33 Jahren bereits bei einem Top-Klub unter Vertrag stehen würde, hätte Luderschmid am Anfang seiner Trainerlaufbahn nicht gedacht, „ich hätte denjenigen, der das behauptet, wohl für verrückt erklärt“, sagt er lachend. Seine Hauptaufgabe an den Rand des Spielfeldes zu verlegen, entschied der Feldheimer schon relativ früh. Bereits im Jahr 2000 übernahm er eine Jugendmannschaft des SV Münster. „Mir war schnell klar, dass ich es als Trainer wohl weiter bringe, als als Spieler“, erinnert sich Luderschmid schmunzelnd. Vier Jahre später machte er die Trainer-C-Lizenz, bevor er Stützpunkttrainer wurde. Dafür benötigte er die Trainer-B-Lizenz. Als Luderschmid dann nach Rain ging, folgte die für die Regionalliga geforderte A-Lizenz. Als Trainer des FC Augsburg II muss er eventuell noch die Ausbildung zum Fußball-Lehrer absolvieren. „Der FCA ist schon bestrebt, dass sich die Trainer weiterbilden“, sagt er.

    Mit Markus Weinzierl und Manuel Baum stimmt die Chemie

    Luderschmid ist froh, beim FCA Nachwuchs-Cheftrainer Manuel Baum an seiner Seite zu wissen, mit dem er sich gut versteht. Der äußerte sich in der Pressemitteilung des FCA ebenfalls sehr positiv zu dem Feldheimer: „Mit Tobias Luderschmid konnten wir einen jungen und engagierten Trainer für unsere U23 gewinnen, von dem wir überzeugt sind, dass er unsere einheitliche Fußball-Philosophie nicht nur umsetzen, sondern auch leben wird und so die Mannschaft und jeden einzelnen Spieler weiterentwickeln kann“.

    Auch mit Markus Weinzierl stimme die Chemie, wie Luderschmid bei einem gemeinsamen Lehrgang feststellen konnte: „Wir harmonieren charakterlich sehr gut miteinander.“ Angst habe der junge Trainer nicht vor seiner neuen Aufgabe, aber „Respekt“.

    Beim TSV will er sich mit einem Spitzenplatz verabschieden

    Bis er den neuen Job bei der U23 des FC Augsburg übernimmt, hat sich Luderschmid noch einiges vorgenommen. Der TSV Nördlingen steht derzeit auf Rang vier der Landesliga Südwest. „Ich will mich schon mit Rang eins oder zwei (Relegationsplatz) verabschieden“, sagt er selbstbewusst. Schließlich habe ihm die Arbeit bei den Riesern viel Spaß gemacht. Möglich ist das durchaus, der TSV steht derzeit nur fünf Punkte hinter dem Tabellenersten FV Illertissen II.

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