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Ironische Jahres-Vorschau: Weißenhorn wirft die Spatzen aus dem Pokal

Ironische Jahres-Vorschau

Weißenhorn wirft die Spatzen aus dem Pokal

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    Die neue Sport-Attraktion in der Doppelstadt: Curling.
    Die neue Sport-Attraktion in der Doppelstadt: Curling. Foto: Dominik Berchtold

    Ein mit Erfolgen, Enttäuschungen und ein paar Kuriositäten wie einem scheinbar vom Himmel gefallenen Tischtennis-Bundesligisten voll gepacktes Sportjahr geht in wenigen Tagen zu Ende. Unsere Prognose: Das nächste Jahr wird mindestens ebenso aufregend und unterhaltsam. Eine nicht ganz ernst gemeinte Vorschau:

    Januar

    Der SSV Ulm 1846 Fußball verstärkt sein Team hinter dem Team und setzt nach den guten Erfahrungen mit Holger Bachthaler, Stephan Baierl und Dieter Märkle weiterhin auf Männer mit Stallgeruch. Neu im Orga-Stab der Spatzen sind Paul Sauter, Martin Andermatt und Dragan Trkulja.

    Februar

    Die Region darf sich über einen weiteren Bundesligisten freuen. Nachdem ein Jahr zuvor Florian Ebner mit dem TTC Neu-Ulm in den Tischtennis-Sport eingestiegen ist, hat jetzt dessen alter Kumpel Walter Feucht seine Liebe für Frauen-Volleyball entdeckt. Der Name der Mannschaft: Walles Volley-Cats.

    März

    Die Finanzierung des Orange-Campus ist noch nicht restlos gesichert. Ratiopharm Ulm hat deswegen weitere innovative Ideen entwickelt, wie die Basketball-Fans sich am Nachwuchs-Leistungszentrum beteiligen können. Es gibt künftig beispielsweise die Möglichkeit, die Namensrechte an den Fußmatten vor der Haupthalle und den Waschbecken in den Toilettenräumen zu erwerben. Wer mehr investieren möchte, der darf dafür die Kleinbusse der Nachwuchsmannschaften waschen, den Spielern die Sporttaschen tragen oder ihre Handyrechnungen übernehmen.

    April

    Harald „Harry“ Haug verlängert vorzeitig seinen Vertrag beim Fußball-Landesligisten TSV Buch. Über die Laufzeit wird Stillschweigen vereinbart. Hinweise auf eine Zusammenarbeit für mindestens 20 weitere Jahre liefert aber die Errichtung eines Haug-Denkmals vor dem Felsenstadion und die Umbenennung des Sportheims in „Harrys heiße Hütte“. Der Tiefenbacher Kollege kann sich zwar mit seinem Namens-Vorschlag für das Sportheim nicht durchsetzen: Zum schrägen Schregle. Das steht frühestens nach zehn weiteren Jahren zur Debatte, gibt man Christoph Schregle beim SV Tiefenbach zu verstehen – und verlängert seinen Vertrag.

    Mai

    Die Scanplus-Baskets sind wieder Meister der Pro B und diesmal nehmen sie den Aufstieg in die Pro A auch wahr. Kein Problem für den Vereinschef und neu gewählten Elchinger Bürgermeister Andreas Werther.

    Juni

    Der SSV Ulm 1846 Fußball hat seine Personalplanungen für die neue Saison frühzeitig abgeschlossen. Zum Kader gehören gerade einmal sieben Torhüter und 47 Feldspieler – passieren darf da natürlich nichts. Dagegen stagnieren die Bemühungen um eine weitere Verstärkung des Teams hinter dem Team. Uli und Dieter Hoeneß, Thomas Tuchel und Ralf Rangkick haben um Bedenkzeit gebeten.

    Juli

    Eigentlich hatte man sich beim FV Illertissen berechtigte Hoffnungen gemacht, erneut das Eröffnungsspiel in der bayerischen Fußball-Regionalliga ausrichten zu dürfen. Die Wahl des Verbands fällt stattdessen auf die brisante Partie TSV Aubstadt gegen SV Schalding-Heining. Das Zuschauerinteresse hält sich höchst überraschend in Grenzen. Dem Vernehmen nach haben zahlreiche Fußballfreunde Aubstadt nicht gefunden – darunter auch die Abordnung des FV Illertissen.

    August

    Der FV Weißenhorn sorgt nach seinem Sieg im Fußball-Bezirkspokal weiter für Furore. In der ersten Runde des Verbandspokals schaltet der B-Kreisligist den SSV Ulm 1846 Fußball mit 2:0 aus. Beide Tore für Weißenhorn erzielt Heimkehrer Vitalij Lux. Der weit über die Grenzen des Rothtals hinaus bekannte Poet Peter Bechtold würdigt die Pokalsensation mit den Worten: „Die Leistung dieses EssEssVau – war gegen uns doch ziemlich mau.“ Einen schiebt Bechtold noch nach: „Schade ist es halt um Holger – wir sind gespannt auf den Nachfolger.“

    September

    Nach den Enttäuschungen der vergangenen Saison will Ratiopharm Ulm nicht mehr im Eurocup antreten und meldet für einen neuen Wettbewerb – den nunmehr fünften im internationalen Basketball. Der Name dieser natürlich immer noch ungemein hochkarätig besetzten Konkurrenz: Euroquatsch.

    Oktober

    Der Rothtal-Poet Peter Bechtold veröffentlicht unter dem Titel „Heidernei und ei ei ei“ seinen ersten Gedichtband. Sein Verein greift nach dem Lux-Transfer unterdessen weiter an, der FV Weißenhorn umwirbt jetzt den früheren Ulmer Stürmer David Braig.

    November

    Tuchel, Rangnick und die Hoeneß-Brüder zieren sich immer noch. Dafür sagt Loris Karius, der als Torhüter des FC Liverpool zur Champions-League-Legende wurde, bei den Spatzen zu. Als Konsequenz reicht Torwart-Trainer Holger Betz dort seinen Abschied ein.

    Dezember

    Erich Steer und Mario Gomez packen es beim SSV Ulm 1846 Fußball wieder an. Florian Ebner lässt das mit dem Tischtennis wieder und meldet im Unterwasser-Rugby eine Bundesliga-Mannschaft. Walter „Walle“ Feucht kontert im Curling. Wer Ratiopharm Ulm finanziell unterstützen will, der bekommt dafür die Namensrechte an der Unterwäsche und den getragenen Socken der Spieler. Basketball-Manager Thomas Stoll löscht seinen Twitter-Account. Das Schlusswort gebührt dem Rothtal-Poeten: „Heidernei, was für ein Jahr – was ist erfunden, was ist wahr?“

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