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Offenhausen: (K)ein Platz für die Stadtteile

Offenhausen

(K)ein Platz für die Stadtteile

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    Vorne ein Platz, hinten ein Platz und dazwischen ein wellenförmiger Weg und viel Grünfläche – so soll die neue Ortsmitte in Offenhausen künftig aussehen. 
    Vorne ein Platz, hinten ein Platz und dazwischen ein wellenförmiger Weg und viel Grünfläche – so soll die neue Ortsmitte in Offenhausen künftig aussehen. 

    Neu-UlmSeit Jahren wird um sie gerangelt, nun scheint bei den Neu-Ulmer Stadtteilplätzen Bewegung in die Sache zu kommen. Nachdem im vergangenen Jahr bereits der Ludwigsfelder Platz Am Hasenweg für rund 50000 Euro saniert wurde, soll dieses Jahr Offenhausen seinen Platz bekommen.

    Der zwischen der St.-Albert-Kirche und der Oststadtschule liegende Bereich der Schillerstraße wird demnach für den Autoverkehr gesperrt und „zu einem „Ort der Begegnung“ umgestaltet. Dieser soll multifunktional nutzbar sein und für verschiedene Veranstaltungen – Sommerfest, Adventsbasar, Maibaumaufstellen – künftig bessere räumliche Voraussetzungen schaffen. Der Neu-Ulmer Stadtentwicklungsausschuss stimmte jüngst bei drei Gegenstimmen den Planungen zu und brachte den Bau, mit dem im Sommer oder Herbst dieses Jahres begonnen werden kann, auf den Weg.

    Wünschenswert, aber nicht nötig und zu teuer

    Rund 300000 Euro wird der Stadtteilplatz kosten, was sowohl bei einigen Bürgern als auch Stadträten für Bauchschmerzen sorgt. Braucht Offenhausen tatsächlich einen solchen Platz? Wäre eine weitere Verkehrsberuhigung und eine Absperrung für bestimmte Feste nicht ausreichend? Bedeutet die Sperrung der Straße für die Anwohner nicht erhebliche Umwege? Und wie sieht es mit der Strom- und Wasserversorgung aus?

    Letztere war zuletzt noch einer der strittigen Punkte, da ein Versorgungspoller bei den Planungen nicht vorgesehen war – und es weiterhin nicht ist. Die Verwaltung verweist darauf, dass ein bereits vorhandener Hydrant in der Schillerstraße und der Stromanschluss in der Oststadtschule bei Veranstaltungen genutzt werden können.

    Stadtteilplatz: Wenige Gegenstimmen

    „Ein solcher Platz ist zwar prinzipiell wünschenswert, aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht notwendig“, erklärte FDP-Stadtrat Schömig, der gegen den Bau stimmte. Für Albert Obert von Pro Neu-Ulm, auch er stimmte dagegen, ist das Vorhaben „kein Platz, sondern nur ein verbreiteter Grünstreifen“, der dafür auch deutlich zu teuer sei.

    Die Mehrheit der Ausschussmitglieder sah das Geld in Offenhausen aber gut angelegt – und setzten damit dem jahrelangen Hin und Her ein Ende. „Irgendwann muss man einen solchen Prozess auch beenden“, erklärte schließlich Oberbürgermeister Gerold Noerenberg.

    Neben Ludwigsfeld und Offenhausen stehen noch die zwei Stadtteilplätze in Pfuhl und Wiley auf dem Wunschzettel der Räte. Während in Wiley noch in diesem Jahr für 50000 Euro ein Plangutachten erstellt werden soll, liegt der Platz in Pfuhl momentan auf Eis. Erst wenn das neue Gemeindehaus der evangelischen Kirche fertig ist – dafür wird in den kommenden Monaten ein Architektenwettbewerb ausgelobt, mit einem Baubeginn ist 2015 zu rechnen – soll das alte Gebäude gegenüber der Schranne Platz für einen Stadtteilplatz machen.

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