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Unterallgäu: Die Fastenzeit als Chance für Veränderungen

Unterallgäu

Die Fastenzeit als Chance für Veränderungen

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    Daniela Ditz-Sievers und ihr Mann Roland Sievers sind die neuen evangelischen Pfarrer von Bad Wörishofen.
    Daniela Ditz-Sievers und ihr Mann Roland Sievers sind die neuen evangelischen Pfarrer von Bad Wörishofen. Foto: Karin Donath

    5 Fragen zum Fasten

    Wobei stören wir gerade?
    DANIELA DITZ-SIEVERS: Wir lassen uns nicht stören. Wenn wir ans Telefon gehen, nehmen wir uns die Zeit für das Anliegen des Anrufers. Ansonsten geht dann schon mal die Mailbox ran, zum Beispiel, wenn wir beim Mittagessen sitzen.

    Was bedeutet die Fastenzeit für Sie als evangelische Seelsorger?
    DITZ-SIEVERS: Fastenzeit sehe ich als Chance, Veränderungen zu üben; ein anderes Verhalten einzuüben, nicht mit dem Ziel, es immer so zu machen, sondern das Verhalten für einen begrenzten Zeitraum mal auszuprobieren und dann vielleicht beizubehalten.

    Und was bedeutet Fastenzeit für Sie ganz persönlich?
    SIEVERS: Ich fahre seit vielen Jahren eigentlich besser mit der Frage „sieben Wochen mit“, also mit mehr Achtsamkeit zum Beispiel. Für mich ist die Fastenzeit eine Art Reha, Zeit, um Haltungsschäden zu korrigieren. Unter Haltung verstehe ich dabei mein Verhalten gegenüber meinen Mitmenschen. Ich achte darauf, meinem Gegenüber liebevoll zu begegnen.
    DITZ-SIEVERS: Das Motto der Evangelischen Kirche für die Fastenzeit heißt dieses Jahr „Luft holen. Sieben Wochen ohne Panik“. Das ist das, was wir gerade jetzt in den aufgeregten Zeiten alle tun sollten. Ich könnte mir aber genauso gut vorstellen: „Ausatmen. Sieben Wochen ohne Empörung“. Ich habe mir vorgenommen, in den nächsten Wochen bewusst darauf zu achten und einmal mehr auszuatmen.

    Gibt es etwas, auf das Sie sehr schwer verzichten könnten?
    SIEVERS (WIE AUS DER PISTOLE GESCHOSSEN): Schlaf!

    Wie stehen Sie zum digitalen Fasten, also dem völligen Verzicht auf Smartphones und Computer?
    DITZ-SIEVERS: Das passt für mich nicht, diese Geräte sind unabdingbar für die Arbeit. Aber worauf ich gut verzichten könnte, ist dieses sinnlose Scrollen nach unten, man guckt ein Video an und dann noch eines statt zu schlafen.
    SIEVERS: Ich merke als jemand, der in den letzten Jahren drei Facebook-Accounts, die Homepage und Instagram gepflegt hat, dass mich das sehr unter Stress setzt.  So wichtig das auch ist, ich könnte da gut sieben Wochen drauf verzichten.

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