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Bad Wörishofen: Marode Wahrzeichen: Die drei großen Kirchtürme der Innenstadt sind Baustellen

Bad Wörishofen

Marode Wahrzeichen: Die drei großen Kirchtürme der Innenstadt sind Baustellen

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    Der Turm der Erlöserkirche Bad Wörishofen reiht sich in die Sanierungsfälle ein. Er wurde mit einem Netz gesichert.
    Der Turm der Erlöserkirche Bad Wörishofen reiht sich in die Sanierungsfälle ein. Er wurde mit einem Netz gesichert. Foto: Markus Heinrich

    Bad Wörishofen ist einer weithin seltenen Situation - die vermutlich kaum jemanden freut. Die Türme aller drei Hauptkirchen in der Innenstadt sind mittlerweile unter Sicherheitsnetz verborgen oder mit einem Baugerüst versehen.

    Die Kirchtürme von St. Justina, von St. Ulrich und der evangelischen Erlöserkirche müssen saniert werden. Nur der Turm der Klosterkirche bleibt unverhüllt. „Der Turm ist durch die Einnetzung soweit gesichert, dass für Besucherinnen und Besucher von Kirche und Gemeindezentrum sowie Passantinnen und Passanten am Dietrich-Bonhoeffer-Weg keine Gefahr besteht“, erklärt der neue evangelische Pfarrer Roland Sievers.

    „Natürlich ist es unser Interesse, den Turm zu sanieren, damit das Innenleben auch gegen Feuchtigkeit geschützt ist und die gesamte Substanz keinen Schaden nimmt.“ Allerdings sei die veranschlagte Viertelmillion Euro für die Gesamtsanierung für „uns gegenwärtig nicht zu stemmen“, so Sievers.

    „Die 20.000 Euro für die Einnetzung werden wohl zur Hälfte bezuschusst. Die andere Hälfte müssen wir aus dem laufenden Haushalt finanzieren.“ Da bleibe kein Spielraum für eine Gesamtsanierung des Turms in 2025. Man behalte das Projekt aber im Blick.

    Der Kirchturm von St. Justina ist das älteste Gebäude Bad Wörishofens. „Aufgrund des maroden Dachstuhls ist eine Instandsetzung des Turms dringend notwendig“, erklärte unlängst Pfarrer Andreas Hartmann. Mittlerweile sind die Arbeiten im Gang, der Turm hat jetzt ein „Dach“ aus Folie bekommen. Die Turmmauer wird gerichtet, der Dachstuhl saniert, das Dach des Turms neu gedeckt, dazu kommen weitere Arbeiten, etwa an der Turmbekrönung. Hartmann hat noch eine zweite Baustelle, in der Gartenstadt.

    Dort ist seit November 2023 der Turm von St. Ulrich aus Sicherheitsgründen gesperrt, zwischenzeitlich wurde er in ein Netz gehüllt, damit keine Betonteile herabfallen können. Der Turm soll genau untersucht werden. Auch ein Abriss ist nicht ausgeschlossen, falls die Sanierungskosten nicht finanzierbar sind, hatte Kirchenpfleger Wolfgang Bader bereits im November 2023 gesagt.

    Der Kirchturm von St. Ulrich trägt ein Sicherheitsnetz.
    Der Kirchturm von St. Ulrich trägt ein Sicherheitsnetz. Foto: Markus Heinrich
    Der Kirchturm von St. Justina hat mittlerweile ein „Dach“ aus Folie erhalten.
    Der Kirchturm von St. Justina hat mittlerweile ein „Dach“ aus Folie erhalten. Foto: Markus Heinrich
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