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St. Ottilien: Konzert in St. Ottilien: Ohne Motto, aber mit gewohnter Qualität

St. Ottilien

Konzert in St. Ottilien: Ohne Motto, aber mit gewohnter Qualität

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    Ohne das bei Konzerten oft übliche Motto zeigte das Schülerblasorchester in St. Ottilien beim Jahreskonzert ein breites Repertoire.
    Ohne das bei Konzerten oft übliche Motto zeigte das Schülerblasorchester in St. Ottilien beim Jahreskonzert ein breites Repertoire. Foto: Romi Löbhard

    Die Jahreskonzerte 2025 ohne explizites Motto und wechselnde Conferenciers, die ihre Anmoderationen auch noch gereimt vortrugen: Das Schülerblasorchester St. Ottilien (SBO) hielt für die Besucherinnen und Besucher etliche Überraschungen bereit. Traditionell Verlass war auf Qualität und fröhliche Begeisterung, mit der Musikerinnen und Musiker plus Dirigent Hans-Günter Schwanzer bei ihren Auftritten agieren.

    Schon der Start in das erste der beiden Konzerte im Festsaal des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums war äußerst gelungen. Kräftig, einer Fanfare ähnlich, wurde mit „Gonna Fly Now“ zum Kampf geblasen für Rocky, den Boxer und Titelheld mehrerer Filme. Fast 50 Jahre alt ist diese Titelmelodie und nach wie vor sehr beliebt. Danach gab’s erst mal die offizielle Begrüßung der Gäste – ein paar mehr hätten es durchaus sein dürfen – durch die SBO-Geschäftsführer Ulrich Sießmeir und Albrecht Friedl und eine erste Moderation – gereimt. Wer moderiert hat – nicht wichtig, es war ja jedes Mal wer anders. Und alle folgenden moderierten ebenfalls in Gedichtform. Für die Verse sei Vincent Neumann verantwortlich, verriet Hans-Günter Schwanzer. Ein Schlagzeuger ist das laut Programmheft.

    Klarinetten spielen eine Dudelsackmelodie

    Und jetzt zur Musik: Auf Rocky folgte Salome (Robert Stolz), die sich dank des beschwingt-tänzerisch aufspielenden Orchesters gekonnt durch den Saal schlängelte. „Hymn of the Highlands“ von Philip Sparke ist ein monumentales Gemälde des Nordens der britischen Insel. Eine einfache, von den Klarinetten gespielte Dudelsackmelodie öffnet die Tür zu den rauen, oft verregneten Hügeln. Anspruchsvoll wird es im zweiten Satz mit einigen solistischen Stellen verschiedener Register. Rhythmus prägt zunächst den dritten Satz, dabei kann sich die hervorragende Schlagzeugerriege des SBO auszeichnen. Mit dem Anfangsthema, jetzt von Schwanzer sehr dynamisch gestaltet, endet diese Sinfonie. Der erste Teil des Konzerts wiederum endet mit der „Washington Post“, einem optimistischen Marsch von John Philip Sousa.

    Zuvor hatten die beiden Geschäftsführer alle „Neuen“ im SBO begrüßt. Weil es heuer aufgrund der Umstellung von G8 auf G9 keine Abiturienten gibt, musste aber niemand verabschiedet werden. Was Schwanzer sicher freut, beklagt der Leiter doch den aufgrund von Corona einhergehenden Einschränkungen fehlenden „Mittelbau“ im SBO.

    Der Ottilienmarsch darf beim Jahreskonzert nie fehlen

    Mit einem Marsch starteten die 60 Musikerinnen und Musiker – darunter dank eines derzeit an der Schule befindlichen chinesischen Austauschschülers auch mit Oboe besetzt – in den zweiten Teil. Ennio Morricone und „Spiel mir das Lied vom Tod“: Das SBO servierte die Filmmusik rhythmisch perfekt, ließ farbige Bilder aus dem Streifen entstehen. Vor der nächsten Musik, einem Walzer, mit dem sich das Orchester laut Schwanzer lange nicht anfreunden konnte, musste der „Chef“ ran. Das Spielchen hat Tradition. Heuer wirkte es nicht nur lustig-unterhaltsam, sondern war auch durchaus anspruchsvoll. Ein Akkord, dirigiert von Jakob Zimmerhackl – welches Stück? Schwanzer bewies sich als Profi. War dringend nötig, denn hätte er versagt, hätte er als „Höchststrafe“ Fan-Schal und Leiberl vom „falschen“ Verein weiter tragen müssen.

    Es folgte „Abba Gold“ und dabei wurde im Publikum auch leise mitgesungen. Der Ottilienmarsch von Josef Beischer ist seit 1962 eine Art Hymne für die Erzabtei. Der Marsch, stets dirigiert von einem der Ehrengäste, markiert traditionell das offizielle Ende des Jahreskonzerts. Genauso sicher sind die Zugabenklassiker von Kung Fu Fighting bis Tiger Rag plus das seltener gehörte „September“ von Earth Wind & Fire.

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