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Landsberg: Die Landsberger Ursulinenkirche ist weiterhin gesperrt

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Die Landsberger Ursulinenkirche ist weiterhin gesperrt

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    Die Tür zur Ursulinenkirche in Landsberg ist seit einigen Monaten verschlossen, nachdem kleinere Teile der Stuckdecke abgebrochen waren.
    Die Tür zur Ursulinenkirche in Landsberg ist seit einigen Monaten verschlossen, nachdem kleinere Teile der Stuckdecke abgebrochen waren. Foto: Christian Rudnik

    In der Vergangenheit sind in der Landsberger Ursulinenkirche kleinere Teile der Stuckdecke abgebrochen. Aktuell ist die Kirche an der Hubert-von-Herkomer-Straße daher gesperrt. Es wurde ein Statikgutachten in Auftrag gegeben, um den Umfang der Sanierungsarbeiten abschätzen zu können. Unsere Redaktion hat sich nach dem aktuellen Stand erkundigt.

    Die Kirche in der Altstadt wird von der Pfarrei Mariä Himmelfahrt betreut. Eigentümerin ist die Stadt. Bis zu ihrer Sperrung wurde die Kirche angemessen in Inhalt und Umfang sowie in Abstimmung mit der Stadtpfarrei an Kulturschaffende vergeben. Angelika Urbach, Pressesprecherin der Stadt, teilt auf Nachfrage mit: „Aufgrund von Stuckabplatzungen wurden bei Untersuchungen Schäden am historischen Dachtragwerk festgestellt. Die daraufhin beauftragten statischen Untersuchungen sind nahezu abgeschlossen und werden in ein Instandsetzungskonzept einfließen.“

    Landsbergs Ursulinenkirche ist ein „Baudenkmal von überregionaler Bedeutung“

    Die Ergebnisse und Anforderungen verschiedener Fachbereiche wie Statik, Restauration und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege seien zusammenzuführen, damit ein Gesamtkonzept entwickelt werden kann, so Urbach zu den weiteren Schritten. „Erst dann lassen sich konkrete Aussagen zu Art und Umfang der Instandsetzung, zum Bauablauf und Zeitplan sowie zu nötigen Sperrungen und Kosten abschätzen.“

    Die Kirche befindet sich an der Hubert-von-Herkomer-Straße in der Altstadt.
    Die Kirche befindet sich an der Hubert-von-Herkomer-Straße in der Altstadt. Foto: Christian Rudnik

    Die Ursulinenkirche bezeichnet die Sprecherin der Stadt Landsberg „wegen ihrer äußerst hochwertigen, weitestgehend erhaltenen und kaum veränderten künstlerischen Ausstattung ein Baudenkmal von überregionaler Bedeutung“. Bei der Planung und Umsetzung der Arbeiten werde der Schutz der hochwertigen Ausstattung und Bemalung im Innenraum dementsprechend ein wesentlicher Aspekt sein. „Daher ist eine sorgfältige Planung und Vorbereitung in Abstimmung mit den jeweiligen Fachstellen des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege im Vorfeld besonders wichtig. Erste Termine hierzu fanden bereits statt und weitere Termine sind für Mitte April geplant.“

    Im Jahre 1719 ließ sich in der Kirche und dem ehemaligen Klostergebäude die Ordensgemeinschaft der Ursulinen nieder. 1844 übernahmen Dominikanerinnen aus St. Ursula in Augsburg das Kloster. 1985 zogen diese sich wieder aus den Klostergebäuden zurück und ließen sich im Osten Landsbergs nieder. Im Innenraum der Kirche ist die Decken- und Wandmalerei von Johann Baptist Bergmüller (1765/66) beachtenswert. In der nördlichsten Chorachse entsteht durch eine kunstvolle malerische Gestaltung die Illusion einer Rundapsis.

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