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Quarterlife-Crisis: Die plagende Ungewissheit mit 25 Jahren

Quarterlife-Crisis: Wie navigiert man durch Unsicherheiten?
Foto: Adobe Stock
Lebensphasen

Zwischen Freiheit und Verantwortung: Ich bin in der Quarterlife-Crisis

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    Die beste Zeit im Leben ist jetzt – das sagt man immer so schön einfach, wenn man nicht gerade in einer Lebensphase steckt, in der sich die Ereignisse überschlagen. Mitte zwanzig zum Beispiel, das ist so eine Zeit, in der man „jung“ und „frei“ ist. Angeblich. Da steht einem die Welt noch richtig offen! Bei all der Nostalgie scheinen viele allerdings zu vergessen, wie wahnsinnig anstrengend es ist, Erfahrungen zum ersten Mal zu machen, einen Job zu finden oder zu kündigen, Beziehungen zu beenden, alleine zu leben. Ich bin 25 Jahre alt, so alt wie das Jahrtausend. In dieser Zeit habe ich Krisen erlebt, persönliche wie globale. Ich bin mit der Hoffnung auf niemals endenden Frieden in Europa aufgewachsen, heute wütet ein Krieg an den Grenzen der EU, die ich als eine Art Sicherheitsgarantie kennengelernt habe. Ich trage die Sorgen eines Vierteljahrhunderts in mir – und soll aber jetzt allerhand Entscheidungen treffen, am besten die richtigen. Welche das sind? Keine Ahnung!

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    4 Kommentare
    Thomas Keller

    Wie sich die Zeiten ändern. Mit 15 Jahren suchte ich mir eigenständig eine Ausbildungsstelle. Absolvierte diese Ausbildung(zwei folgten dann noch bis ich 31 war) und ich war verantwortlich für mein eigenes Bankkonto für die Ausbildungsvergütung. Das Geld war mal einen Monat alle, danach nie wieder, man lernt.... Natürlich fällt man auf die Nase und manche Entscheidungen hätte ich besser nie gefällt, mit 25 war ich aber reif und alleine lebensfähig. Andere haben mit 22 ein Haus gebaut.. Anscheinend geht das heute alles nicht mehr, den Golfkrieg habe auch ich mitbekommen, mein ehemaliger Schwager nahm sogar am Krieg teil.

    Franz Xanter

    Ist es nicht interessant, was und wann die heutige Generation immer wieder für Lebenskrisen hat? Scheinbar ist sie nicht mehr in der Lage, ihr eigenes Leben zu meistern. Scheinbar muss und wird sie immer wieder und vermehrt ärztlich unterstützt, denn Lebensfähigkeit, Überlebensfähigkeit, Lernbereitschaft etc. sieht anders aus. Manchmal fragt man sich, wie hat eigentlich die Menschheit früher überlebt?

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    Klemens Hain

    Das ist wirklich eine sehr gute Frage Herr Franz Xanter. Ein sehr guter Kommentar. Ich frage mich ernst Haft, warum man Kinder und Jugendlich nicht auch mal in Jungen Jahren selbständig arbeiten anbietet. Man kann schon im eigenen Wohnhaus oder Wohnung Kinder und Jugendliche ein binden und Aufgaben mit gestalten lassen. Kreativität, kann man schon als Kind erlernen, sollten auch die Eltern merken und auch mal machen lassen!! Tik Tok jeden Tag reinziehen und Handyspiele Gewaltzehnen sind kein guter Ratgeber!!!!

    Maria Reichenauer

    Ich habe ein wenig nachgedacht, ob wir es vor 40 Jahren leichter hatten? Nein, auch zu dieser Zeit gab es Krisen, es gab Probleme, mit dem Studienplatz, mit dem Partner, mit den Eltern, mit den Chefs, mit dem wenigen Geld, und es gab die großen Krisen dieser Welt – Vietnamkrieg, Diktaturen in Südamerika, Auseinandersetzung mit der Nazivergangenheit usw. Es war nicht alles leicht, über manches musste man schwer nachdenken, aber man konnte sich auch über den Dreck auf der Straße freuen. Den jungen Menschen fehlt heute so oft die Leichtigkeit, sie kreisen um sich selbst, sind ängstlich und alles ist schlimm ... Beruf, Partnerschaft und überhaupt ... einfach, weil einem nicht gleich alles in den Schoß fällt. Aber so ist es, wenn die Ichbezogenheit alles beherrscht, wenn man nur um über eigenen Bauchnabel sinniert – dann sieht man die Welt nicht mehr, die einem offen steht und wo man nur zupacken, für manches auch kämpfen muss.

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