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Münsterhausen: Landkreis Günzburg startet Projekt zum Schutz der Rauchschwalbe

Münsterhausen

Landkreis Günzburg startet Projekt zum Schutz der Rauchschwalbe

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    Von links: Petra und Tobias Weiß mit Sohn Markus, Josef Schmid und Margit Schuler mit den Schwalbenboxen. 
    Von links: Petra und Tobias Weiß mit Sohn Markus, Josef Schmid und Margit Schuler mit den Schwalbenboxen.  Foto: Jan Stropek, Landratsamt Günzburg

    Die Rauchschwalbe gilt seit Jahrhunderten als Glücksbringer und Freund des Menschen. Sie nistet vor allem in Ställen, Scheunen und anderen verwinkelten landwirtschaftlichen Gebäuden und ist als Kulturfolger auf den Menschen angewiesen. 

    Seit Jahren gehen die Bestände der Rauchschwalbe zurück. Dies ist vor allem auf die modernen, offenen, licht- und luftdurchfluteten Rinderställe zurückzuführen. Für das Tierwohl der Rinder sind diese Offenställe ideal, aber die Rauchschwalbe findet hier keine geeigneten, zugluftgeschützten und nicht zu hellen Plätze für ihre Nester. Oft sind die Wände auch zu glatt, sodass die Nester keinen ausreichenden Halt finden. Hinzu kommt die fortschreitende Versiegelung der Landschaft, wodurch Lehmpfützen als wichtige Quelle für Nistbaumaterial kaum noch zu finden sind. Daher sind Maßnahmen zum Schutz und Erhalt der Nistplätze wichtig.

    Familie Weiß aus Münsterhausen erhält Nistkästen für Schwalben

    Die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes Günzburg hat deshalb ein Projekt zum Schutz der Rauchschwalbe ins Leben gerufen. Als erster landwirtschaftlicher Betrieb im Landkreis erhielt die Familie Weiß aus Münsterhausen vom Landratsamt

    Rauchschwalben und ihre Nester sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt, informiert Margit Schuler, Fachbereichsleiterin Ökologie und Nachhaltigkeit am Landratsamt Günzburg. „In diesem Sinne sollten wir alle dazu beitragen, die geschützten Rauchschwalben und ihre Nester zu respektieren und zu schützen, damit sie auch in Zukunft noch zu sehen sind.“

    Interessierte Landwirte können Nisthilfen bei der Unteren Naturschutzbehörde beantragen. Informationen gibt es per E-Mail unter m.schuler@landkreis-guenzburg.de. (AZ)

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