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Krumbach: Musikalischer Höhepunkt im Krumbacher Stadtsaal

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Musikalischer Höhepunkt im Krumbacher Stadtsaal

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    Klassisches von Bach und Dvorak: Streicherensembles in verschiedenen Besetzungen boten beim BFSM-Konzert stilvolles Hörvergnügen.
    Klassisches von Bach und Dvorak: Streicherensembles in verschiedenen Besetzungen boten beim BFSM-Konzert stilvolles Hörvergnügen. Foto: Manfred Keller

    Seit mehr als 30 Jahren ist die Berufsfachschule für Musik Krumbach (BFSM) eingebunden in das konzertante Geflecht des „Musikalischen Frühlings“. Nun hieß es „Bühne frei“ im Stadtsaal. Die Konzertbesucher durften, wie Schulleiter Alfons Baader versprach, das Beste aus allen Fachbereichen erwarten. Dargeboten von Solisten, diversen Vokal- und Instrumentalensembles, dem Chor und dem Blasorchester der Schule. Junge Talente also, begleitet von ihren Lehrern und Dozenten standen auf der Bühne, präsent, ein genussreiches musikalisches Menü mit Klassik, Jazz oder auch Pop zu servieren. Cohens „The Fairies Spring“-Kantate stimmte akustisch wie optisch ins konzertante Geschehen ein: Elfenhafter Chorgesang, begleitet von „aufblinkendem Lichterspiel, das die Dunkelheit durchbricht“. Klassisch-zauberhaft also der Auftakt. Um dann den weiten Bogen über ein zweieinhalbstündiges Nonstop-Programm zu spannen bis hin zum stilistisch ganz andere Akzente setzenden Schlusspunkt, den das Percussionsensemble mit „Stinking Garbage“ des Zeitgenossen Ed Argenziano setzte. Dazwischen ein klasse-klassischer wie auch Jazz und Pop-Elementen gewidmeter Querschnitt durchs BFSM-Unterrichtsjahr.

    Daraus nur einige Höhe- und Glanzpunkte: Die Komponisten Bach, Brahms, Bartok lieferten die Literatur für Klavier-Soli. Nicht minder beeindruckend wusste sich der auf der Stadtsaal-Galerie platzierte Chor (die Leitung teilten sich Jana-Elena Hock, Selin Keskin, Barbara Niederhofer und Corinna Fischer) in Szene zu setzen. Viel Beifall für „Tebje Pojem“, einen altrussischen Gesang, für „Abendfriede“, „Stemning“ und Tim Bendzkos „Wenn Worte meine Sprache wären“.

    Wohlbekannt Klassisches auf eigene Weise jazzig verarbeitet gab es zur Einstimmung in die zweite Konzerthälfte zu hören: Mit „Mozart lässt grüßen“ ließ das Saxofonquartett aufhorchen. Ebenso konnte das Klarinettenquartett (mit Variationen über Paganini) gefallen. Mediterranes Flair verbreitete sich beim „Bossa de la rue des arts“.

    Jazz & Pop war angesagt beim Blechbläser-Quintett („Justa closer walk“), mit begleitendem Fingerschnalzen aus den Reihen des Publikums; der „Choo Choo Ch’Boogie“ (Gesang, Gitarre, Bass, Klavier, Schlagzeug) animierte gar zum rhythmisches Klatschen, und Paul McCartney’s „Yesterday“ (in einer Version für Gesang, Klavier, Violoncello) setzte noch eins drauf. Dem Blasorchester war es vorbehalten, einen weiteren Höhepunkt beizusteuern: die „First Suite for Military Band“. Die Hochleistungen aller Mitwirkenden verbindend aufzureihen, oblag BFSM-Klavierlehrer Stephan Kaller – der mit feinem Humor moderierte.

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