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Legoland 2024: Peppa Pig Park lockt kleine Gäste, aber Hochwasser stellt Herausforderungen dar

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Dieses Jahr geht in die Geschichte des Legolands ein

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    Manuela Stone, die Chefin des Legoland Deutschland Ressorts, freut sich auf die neue Saison. Am 5. April öffnen Peppa Pig Park und Legoland.
    Manuela Stone, die Chefin des Legoland Deutschland Ressorts, freut sich auf die neue Saison. Am 5. April öffnen Peppa Pig Park und Legoland. Foto: Alexander Kaya

    Draußen auf dem Verwaltungsgelände wird noch eifrig gebaut. Legoland wächst nach wie vor - und braucht neben zusätzlichen Mitarbeiterunterkünften, die gerade ihren letzten Schliff bekommen, auch zusätzliche Kapazitäten hinter den Kulissen. Obwohl zum Saisonstart dieses Jahr am 5. April diesmal keine bauliche Neuheit im Park vorgestellt wird, hat sich viel getan. Trotz des turbulenten Jahres 2024 gab es keine Verschnaufpause für Legoland-Chefin Manuela Stone und ihr Team.

    2024, das ist ein Jahr, das man im Günzburger Freizeitresort nicht so schnell vergisst. Denn da gab es ja einen sehr freudigen Anlass: Mit dem Peppa Pig Park hat Legoland eine kleine Schwester bekommen und Günzburg seinen zweiten Freizeitpark. „Das klingt so einfach, wenn man sagt, es kommt halt ein kleinerer Park dazu“, sagt Manuela Stone zurückblickend. „Doch dadurch sind wir jetzt tatsächlich ein Riesen-Ressort geworden.“

    Legoland: Manuela Stone blickt auf Entwicklungen und Herausforderungen 2024 zurück

    Mit der Eröffnung der Waldabenteuer-Lodge als neuem Hotel im hauseigenen Feriendorf kamen 80 Zimmer und das inzwischen fünfte Restaurant dazu. Damit können jetzt theoretisch 3156 Gäste gleichzeitig im Feriendorf übernachten. Die Betten werden dringend gebraucht. Seit der Eröffnung des Legolands haben sich die Übernachtungszahlen in der Region verzehnfacht, lagen zuletzt bei knapp 620.000. „Rund 75 Prozent davon sind bei uns im Feriendorf“, so Manuela Stone

    Trotz aller Erfolgszahlen: Das vergangene Jahr hätten sich Manuela Stone und ihr Team eigentlich anders vorgestellt. „Wir hatten gerade erst den Peppa-Pig-Park eröffnet - dann kam schon das Hochwasser.“ Die Flut hat vieles durcheinander gewirbelt: Legoland öffnete sein Feriendorf für Menschen, die nicht mehr in ihre Häuser zurückkonnten, und für Helferinnen und Helfer aus dem ganzen Bundesgebiet. Auch die Geschäftsführerin fand zunächst hier Unterschlupf, weil ihr eigenes Haus vom Hochwasser betroffen war. Umso mehr freut sie sich jetzt auf die erste volle Saison, die der neue Freizeitpark für die ganz Kleinen erleben wird.

    Neue Attraktion Peppa-Pig-Park: Günzburg ist nicht Florida

    Auch wenn die Welt von Zeichentrick-Schweinchen Peppa Wutz und ihrer Familie erst für wenige Monate geöffnet war, haben die Betreiber aus dieser ersten Phase schon viel gelernt. „Vor allem haben wir gemerkt, dass wir eben nicht in Florida stehen, sondern in Günzburg.“ In dem US-Staat steht das Vorbild für den Günzburger Park, Attraktionen und Einrichtungen sind sich ähnlich.

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    Ehrengäste, Kinder, rosa Stars – alle Bilder zum VIP Opening mit Peppa Pig.

    Schon im Vorfeld hatten die deutschen Betreiber sich aber vorgenommen, einiges anders zu machen. Etwa den Sonnenschutz, den es an den Spielplätzen, aber auch in den Bereichen gibt, wo die Gäste anstehen. Manches lässt sich auch nicht 1:1 umsetzen, wie sich am Wasserspielplatz zeigte. Der ist zwar im sonnigen Florida jeden Tag ein Hit, doch wenn der schwäbische Sommer wie im vergangenen Jahr ausfällt, macht es Eltern und Kindern eben nicht ganz so viel Spaß, pitschnass zu werden.

    „Wir waren vorsichtig, haben vieles bedacht, auch Dinge, die wir von Legoland gelernt haben“, zieht die Parkchefin Bilanz. Dieses Jahr soll es nun mit der ersten richtigen Saison so richtig losgehen, denn der junge Park lebt davon, bekannt zu werden. Helfen wird dabei sicher auch eine weitere freudige Botschaft: Peppa Pigs Mama ist schwanger, Peppa und ihr Bruder Schorsch bekommen ein Geschwisterchen, war über Instagram zu erfahren.

    Winterwonder Legoland zieht 25 Prozent mehr Besucher an

    Große Freude machte den Parkbetreibern auch die zweite Winteröffnung des Legolands. Auch in diesem Jahr wird es wieder ein Winterwonder Legoland geben, hat das Freizeitresort bereits angekündigt. Nach dem etwas verhaltenen Start im ersten Jahr gab es dieses Jahr schon eine Steigerung der Gästezahlen um 25 Prozent, sagt Manuela Stone. „Es dauert erfahrungsgemäß immer zwei, drei Jahre, bis sich solche Angebote etablieren“, weiß die Geschäftsführerin, die das Winterangebot schon aus ihrer Zeit im Legoland Windsor kannte.

    Der weihnachtliche Zauber ist aufwendig: Die Dekoration, unter anderem mehr als 2200 geschmückte Weihnachtsbäume, die Eislaufbahn, die eigens errichtet werden muss, dazu der Winterdienst im Park gehen ins Geld. Doch der Aufwand rechnet sich, denn die Winteröffnung spricht sich herum. Manuela Stone macht das auch an der Zusammensetzung der Besucher fest: „Im ersten Jahr waren noch die meisten Gäste aus der Region, dieses Mal kamen auch schon Besucherinnen und Besucher von weiter her.“

    Für die neue Saison im Park setzt Legoland auf Shows und Events und auf die bewährten Fahrgeschäfte, neue Attraktionen werden diesmal nicht eröffnet. „Für Erstbesucher sind neue Attraktionen natürlich immer interessant, aber unsere Besucherinnen und Besucher, die wiederkommen, wollen Aktionen erleben und natürlich die Angebote nutzen, die sie beim vorigen Besuch schon toll fanden.“

    Kuka-Roboter drehen sich diese Saison wieder im Legoland Günzburg

    Eines dieser Highlights für Wiederholungs-Gäste ist der Power Builder. Die umgebauten Industrie-Roboter, hergestellt von Kuka in Augsburg, drehen sich seit 2004 und sind - entgegen anderslautenden Gerüchten - nach wie vor im Einsatz. „Diese Saison fährt der Power Builder auf alle Fälle“, verspricht Manuela Stone. Wobei sie einschränkt: Anders als normale Achterbahnen, die von den Herstellern so konzipiert sind, dass Steuerelemente und andere Ersatzteile immer wieder ausgetauscht und modernisiert werden können, sind die Roboterarme von Kuka eben eigentlich ein Industrieprodukt, für das es irgendwann keine Ersatzteile mehr geben wird. Noch ist es aber nicht so weit - zum Glück. Denn der Power Builder ist tatsächlich eine der wenigen Attraktionen, welche die Legoland-Chefin noch nicht selbst ausprobiert hat. Jetzt in der neuen Saison dürfte dafür endlich Gelegenheit sein.

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