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Arbeitslosigkeit in Günzburg: Erstmals seit Corona höher

Landkreis Günzburg

Arbeitslosenquote im Landkreis Günzburg steigt auf 2,8 Prozent

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    Die Agentur für Arbeit hat die Arbeitsmarktzahlen für den Januar veröffentlicht.
    Die Agentur für Arbeit hat die Arbeitsmarktzahlen für den Januar veröffentlicht. Foto: Jan Woitas/dpa (Symbolbild)

    „Im gesamten Agenturbezirk der Agentur für Arbeit Donauwörth, zu dem die Landkreise Dillingen, Donau-Ries, Günzburg und Neu-Ulm gehören, ist erstmals seit Februar 2021, der Zeit des Corona-Lockdowns, die Arbeitslosenquote auf drei Prozent gestiegen. Das geht aus dem monatlichen Bericht der Agentur für Arbeit hervor. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist üblich, fällt aber höher aus als in den Vorjahren“, so Silke Königsberger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth zur aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt. Im Kreis Günzburg stieg die Quote ebenfalls, blieb aber noch unter drei Prozent.

    Insbesondere aus Verkehrs- und Logistikberufen, Handelsberufen und Fertigungsberufen haben sich viele Personen arbeitslos gemeldet, berichtet die Agentur für Arbeit. Aufgrund der milden Witterung liege die Zahl der Arbeitslosmeldungen von den Außenberufen auf einem moderaten Niveau. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind mehr Menschen ohne Arbeit. „Der Zuwachs an Arbeitslosen fällt ausschließlich in den Bereich der Arbeitslosenversicherung, was ein deutliches Indiz für die anhaltende Konjunkturschwäche ist", sagt Königsberger.

    So viele Menschen im Kreis Günzburg sind arbeitslos

    Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Günzburg im Januar 2025 gestiegen. 2129 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 221 Personen mehr (zwölf Prozent) als im Dezember und 223 Personen beziehungsweise zwölf Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 2,8 Prozent und lag mit 0,3 Prozent über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,5 Prozent

    Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.470 Personen (202 Personen mehr als im Vormonat und 223 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 659 Arbeitslose registriert (19 Personen mehr als im Vormonat und genauso viele Personen wie vor einem Jahr). Durch das Jobcenter Günzburg wurden 31 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

    Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 674 Personen arbeitslos. Davon kamen 377 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit und 108 aus einer Aus- oder Weiterbildung. 455 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 155 eine Erwerbstätigkeit auf und 94 begannen eine Aus- oder Weiterbildung.

    Unternehmen im Landkreis Günzburg suchen weiter Mitarbeitende

    Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 187 Stellen wurden im Januar neu gemeldet (16 weniger als im Vormonat, aber 15 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Berufsbereichen Lager, Schweißtechnik, Maschinenbau, Metallbau, Kranführer/Bediener Hebeeinrichtungen, Metallbearbeitung, elektrische Betriebstechnik, Berufskraftfahrer/Güterverkehr, Verkauf und spanende Metallbearbeitung.

    Aktuell befinden sich damit nach Angaben der Agentur für Arbeit 1083 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Bei gut 82 Prozent der gemeldeten Stellen liegen die Anforderungen auf Fachkraftniveau und höher. Dagegen sind nur rund 47 Prozent der Arbeitslosen Fachkräfte oder Spezialisten.

    „Der Arbeitsmarkt bietet auch weiterhin gute Chan­cen für qualifizierte Fachkräfte und diejenigen, die bereit sind, sich weiterzubilden und ihre Kenntnisse an das Anforderungsniveau anzupassen. Digitalisierung und Strukturwandel verändern die Berufsbilder, deshalb ist lebenslanges Lernen - auch für Fachkräfte - von immenser Wichtigkeit“, betont Königsberger.

    So ist die Entwicklung bei der Kurzarbeit im Kreis Günzburg

    Der aktuelle Trend im Hinblick auf Kurzarbeit bei den Betrieben lässt sich am besten an den monatlich neu eingegangenen Anzeigen ablesen, heißt es im Bericht der Agentur für Arbeit. Bis zum 28. Januar gingen weniger als drei neue Anzeigen ein. Aus Gründen der statistischen Geheimhaltung dürfen deshalb die Zahlen nicht veröffentlicht werden. Auch im Dezember gingen weniger als drei neue Anzeigen ein.

    Bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz beginnt jetzt die heiße Phase: Mitte Februar erhalten die Schüler und Schülerinnen ihr Zwischenzeugnis. Damit beginnt für die Schulabgängerinnen und Schulabgänger die letzte Phase der aktiven Bewerbungszeit um eine Ausbildungsstelle. Viele Firmen entscheiden sich in den kommenden Wochen für ihre künftigen Auszubildenden. Deshalb sollten die Bewerbungsunterlagen bei den Personalchefs rechtzeitig auf dem Tisch liegen. Die Donauwörther Agenturleiterin appelliert deshalb an alle Jugendlichen, die noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben, mit den Bewerbungsaktivitäten jetzt richtig Gas zu geben. (AZ)

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