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Rückruf: Netto-Rückruf: Discounter nimmt Schinkenwürfel zurück

Rückruf

Netto-Rückruf: Discounter nimmt Schinkenwürfel zurück

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    Die vom Rückruf betroffenen Schinkenwürfel wurden bei Netto verkauft - und können dort auch zurückgegeben werden.
    Die vom Rückruf betroffenen Schinkenwürfel wurden bei Netto verkauft - und können dort auch zurückgegeben werden. Foto: Stefan Sauer, dpa (Symbolbild)

    Es handelt sich um einen vorsorglichen Rückruf von Schinkenwürfeln der Marke Hofmaier, teilt Hersteller Gelderland mit. Sie könnten möglicherweise mit Salmonellen belastet sein, die bei einer Eigenkontrolle des Unternehmens festgestellt wurden.

    Betroffen ist das Produkt Katenschinken "gewürfelt" mit der Chargennummer 419941. Die Mindesthaltbarkeitsdaten lauten 1. September und 8. September.

    Netto: Rücknahme ohne Kassenzettel

    Die von dem Rückruf betroffenen Schinkelwürfel wurden bei Netto in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland verkauft. Die Kette hat das Produkt mittlerweile aus den Regalen genommen.

    Kunden können bereits gekaufte Produkte zurückgeben. Dafür müssen sie auch keinen Kassenzettel vorweisen.

    Schinkenwürfel-Rückruf: Immer wieder werden Lebensmittel zurückgerufen

    Immer wieder kommt es zu großen Lebensmittelrückrufen in Deutschland. Aktuell sorgt der Skandal um Eier für Aufsehen, die mit dem Gift Fipronil belastet sind. Allein nach Bayern wurden Hunderttausende dieser Eier geliefert, die aus den Läden genommen werden mussten. Mehr dazu lesen Sie hier: Giftige Eier wurden auch nach Bayern geliefert

    Die Ermittlungen zum Eier-Skandal laufen noch. Die Spur führt nach Belgien. Schon in Mai sollen den Behörden Hinweise auf belastete Eier vorgelegen haben. dpa

    Große Lebensmittel-Rückrufe in den vergangenen Jahren

    Mai 2009: In dem Erfrischungsgetränk Red-Bull-Cola ist Kokain nachgewiesen worden. Es gab eine hessenweite Rückrufaktion für das betreffende Produkt.

    Februar 2010: Nach mehreren Todesfällen wegen verseuchtem österreichischem Käse hat die Handelskette Lidl erneut vor einem bestimmten Harzer Käse gewarnt. Im Käse sind Listerien entdeckt worden. An diesen Bakterien im Käse waren 2009 zwei Deutsche und vier Österreicher gestorben, weitere zwölf Menschen erkrankten.

    November 2011: Netto hat in seinem Räucherlachs Listerien gefunden. Die Bakterien können zu ernsthaften Erkrankungen führen - der Lebensmitteldiscounter startete eine umfangreiche Rückrufaktion.

    August 2012: Die Curry-Gewürzzubereitung von der Hartkorn Gewürzmühle GmbH kann Salmonellen enthalten.

    September 2012: Die Firma Lackmann Fleisch- und Feinkost GmbH in Bühl ruft die Produkte Putenfleisch im eigenen Saft und Pferdefleisch im eigenen Saft zurück. In einzelnen Proben wurde festgestellt, dass die Lebensmittel nicht erhitzt wurden.

    August 2013: Im Selleriesalat von Ewald-Konserven wurden Glasscherben nachgewiesen.

    Februar 2014: Milupa ruft Aptamil, die Spezialnahrung für Frühgeborene, zurück. Darin wurde ein überhöhter Jodgehalt festgestellt.

    Dezember 2014: Maggi ruft seine Gemüsebrühe zurück. Grund dafür sind Glassplitter in der Brühe.

    Januar 2015: Zimbo ruft unter anderem Schinkenwurst, Bierwurst und  Jagdwurst zurück. In den Produkten können sich kleine Aluminiumteile befinden. Sie könnten Listerien enthalten, diese sind in seltenen Fällen sogar tödlich.

    Januar 2015: Rückruf von Chio Dip! Hot Cheese und Chio Dip! Mild Salsa. In einigen Gläsern waren Glassplitter gefunden worden.

    Februar 2016: Mars ruft nach dem Fund eines Kunststoffteils in einem Snickers mehrere Millionen Schokoriegel in 55 Ländern zurück. Ein deutscher Kunde hatte ein Plastikteil entdeckt; es stammte nach Angaben von Mars von einer Schutzabdeckung im Herstellungsprozess.

    August 2017: Aus den Niederlanden gelangen Millionen Eier nach Deutschland, die mit dem Insektenschutzmittel Fipronil verseucht sind. Viele Geschäfte und Ketten in fast allen Bundesländer sind betroffen, die die Eier aus den Regalen nehmen müssen.

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