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Wasserski: Friedberger kehren mit Medaillen und mehreren Europameister-Titel zurück

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Friedberger kehren mit Medaillen und mehreren Europameister-Titel zurück

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    Die EM-Teilnehmer des WSV Friedberg: hinten (von links) Leni Bauer, Nils Quigley, Lara Müller, Phoenix Baumgardt, Paula Götz, Andreas Hillenbrand. Vorne (von links) Jürgen Usinger (Teamcaptain Senioren-Mannschaft) und Luis Bauer.
    Die EM-Teilnehmer des WSV Friedberg: hinten (von links) Leni Bauer, Nils Quigley, Lara Müller, Phoenix Baumgardt, Paula Götz, Andreas Hillenbrand. Vorne (von links) Jürgen Usinger (Teamcaptain Senioren-Mannschaft) und Luis Bauer. Foto: Nicole Hillenbrand

    Bei den Wasserski-Europameisterschaften in Sosnowiec in Polen hatten die Nachwuchsläuferinnen und -läufer des WSV Friedberg ein straffes Programm. Wie vergangene Woche berichtet, wurde dieses Jahr auch die Junioren-EM von 2023 nachgeholt, die aufgrund des Terrorangriffs auf Israel kurzfristig ausfiel. Nach nur einem Tag Pause ging es dann mit der EM 2024 für die Junioren bereits wieder auf das Wasser, um die diesjährigen Titel auszufahren. Nun waren auch die Senioren mit am Start.

    Nachhol-EM 2023 – Gold in den Teamwertungen für alle Friedberger

    Mit Lara Müller und Luis Bauer durften zwei WSV-Sportler noch einmal in der Altersklasse U15 antreten. Lara Müller setzte im Slalom ein Ausrufezeichen im Vorlauf und qualifizierte sich als Führende für das Finale. Im Trickski blieb sie leider etwas hinter den Erwartungen zurück und verpasste das Finale deutlich. Im Springen lief es besser, aber am Ende fehlten 30 Zentimeter für einen Finalplatz. Luis Bauer konnte sich gerade noch den letzten Slalom-Finalplatz bei den U15 Boys erkämpfen. Im Trickski kam er dann souverän als Vorlaufzweiter eine Runde weiter. Im Finale konnte Müller nicht an die Vorlaufleistung anknüpfen und fiel auf den sechsten Rang im Slalom zurück. Bauer kam am Finaltag deutlich besser an dem schwierigen Lift zurecht und sicherte sich den Europameister-Titel für 2023. Im Trickski konnte er seine Leistung aus der Vorrunde wiederholen – allerdings steigerte sich die Konkurrenz und er fiel auf den Bronze-Rang zurück. Paula Götz, Leni Bauer und Phoenix Baumgardt gehören bereits seit Jahren zu den Medaillenhoffnungen des WSV Friedberg. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Carlo Müller wurde als Ersatzläufer Nils Quigley für das U19-Team nachnominiert.

    Im Slalom setzte sich im Vorlauf Baumgardt souverän durch. Auch Götz lag auf einem aussichtsreichen dritten Rang. Für Quigley und Leni Bauer war leider bereits in der Vorrunde Schluss. In der Trick-Vorrunde sicherten sich alle Friedberger bis auf Götz souverän das Finalticket. Dadurch war für Götz eine bessere Platzierung in der Kombi ebenfalls bereits schwierig umzusetzen. Im Springen ließen Götz und Quigley nichts anbrennen und kamen sicher in die nächste Runde. Am Finaltag zeigte Leni Bauer eine solide Leistung und belohnte sich mit Bronze. Quigley steigerte sich noch gegenüber der Vorrunde – für eine Medaille reichte es aber nicht mehr. Im abschließenden Springen ging es für Quigley und Götz auch noch einmal um eine Verbesserung in der Kombination. Beide zeigten hervorragende Leistungen und Götz verbesserte sich um zwei Plätze auf Silber. Quigley behauptete sich auf dem Bronze-Rang. Für eine Verbesserung in der Kombinationswertung reichte dies nicht mehr und beide fanden sich in der Endabrechnung aller drei Disziplinen in der Kombination auf dem dritten Rang. Erstmals gewann das deutsche Junioren-Team in beiden Altersklassen die Teamwertung – und so freuten sich alle Friedberger Teilnehmer über die gemeinsame Gold-Medaille mit der Mannschaft.

    EM 2024 – Mit den neuen Altersklassen werden die Karten neu gemischt

    Lara Müller und Luis Bauer rutschen 2024 eine Altersstufe nach oben. Damit starten nun alle Friedberger in der Altersklasse U19. Aufgrund des Reglements durften Leni Bauer im Trickski und Nils Quigley im Springen nun nur noch als Spezialisten an den Start. Zusammen mit Paula Götz und Phoenix Baumgardt qualifizierte sich Müller für das Slalom-Finale. Auch Luis Bauer kam dieses Mal problemlos in die Final-Runde. Im Trickski zogen mit Götz, Baumgardt und Leni Bauer ebenfalls drei Friedberger in das Finale ein. Nicht zufrieden war Luis Bauer mit seinem Vorlaufergebnis, aber auch bei ihm reichte es für den Finaleinzug. Götz und Quigley sprangen sich problemlos in das Sprung-Finale. Spannung pur gab es nach dem Vorlauf in der Kombination der U19 Girls um die Silbermedaille. Götz lag knapp hinter ihrer Mannschaftskollegin Lara Finckh vom WSC Kiefersfelden zurück. Diese qualifizierte sich nur für das Trick-Finale, und da hatte Götz die Chance, im Slalom und Springen bei einer Leistungssteigerung vorbeizuziehen. Bei den Senior Men II über 50 Jahre konnte sich Andreas Hillenbrand problemlos in allen drei Disziplinen für das Finale qualifizieren.

    Spannend wurde es auch im Trick-Finale der U19 Girls. Nach der ersten Runde lag Phoenix Baumgardt auf Rang Drei. Leni Bauer zeigte in der letzten Runde ihr Risikoprogramm. Der letzte Trick sollte über den Europameistertitel oder den vierten Rang entscheiden. Leider hatte sie eine schlechte Landung und der Trick wurde nicht gewertet – Baumgardt blieb auf dem Bronze-Rang. Götz steigerte sich gegenüber dem Vorlauf und machte wichtige Punkte in der Kombiwertung gut. Luis Bauer hatte auch in der höheren Altersklasse gute Chancen auf eine Medaille. Und tatsächlich setzte er sich im Finale ab und sicherte sich Rang Drei. Bei den Senioren fiel Hillenbrand zwischenzeitlich im Trick auf Rang 3 zurück. Im letzten Versuch sah es lange nach Gold aus, doch bei der vorletzten Figur griff er an der Hantel vorbei und landete am Ende auf dem Silberrang.

    Favoritin Phoenix Baumgardt behielt die Nerven

    Im Slalom verteidigte Luis Bauer seinen dritten Platz aus dem Vorlauf und sicherte sich die zweite Bronzemedaille. Lara Müller landete trotz Steigerung im Finale mit einer halben Boje auf Platz Vier hinter Paula Götz, die sich ebenfalls steigerte und neben der Bronzemedaille im Slalom auch in der Kombinationswertung weiter aufholte. Im Hintergrund rechnete Sprungtrainer Hillenbrand bereits die fehlenden Punkte in Meter um – Ergebnis: es fehlen noch 2 Meter zu Kombinations-Silber. Den Höhepunkt im Slalom setzte Favoritin Phoenix Baumgardt. Schafft sie den Hattrick und gewinnt sie zum dritten Mal hintereinander den EM-Titel? Der Druck war groß und an dem schwierig zu fahrenden Lift konnte alles passieren. Aber Baumgardt behielt die Nerven und verabschiedete sich in ihrem letzten Jahr bei den U19 Girls mit ihrem dritten Slalom-Titel. Ab nächstem Jahr startet sie in der offenen Klasse. Bei den Senioren erkämpfte sich Hillenbrand die Silbermedaille im Slalom.

    Spannung pur dann im abschließenden Springen. Kann sich Paula Götz um die nötigen zwei Meter gegenüber dem Vorlauf steigern? Sie konnte: Mit neuer persönlicher Bestleistung von 36,10 Metern (+2,40 Meter) holte sie nicht nur „auf den letzten Metern“ die Silbermedaille in der Kombination, sondern gewann auch Bronze im Springen. Quigley sprang im Finale erstmals im Wettkampf über 40 Meter (40,10) und damit ebenfalls auf den Bronzerang. Hillenbrand steigerte sich im Finale ebenfalls deutlich auf 38,90 Meter und verbesserte damit den aktuellen Europarekord im Springen bei den Senior 2 Men, was gleichzeitig auch den Titel bedeutete. Über die Goldmedaille mit dem U19-Team durften sich dann noch Lara Müller, Paula Götz, Luis Bauer und Phoenix Baumgardt freuen, genauso wie Andreas Hillenbrand gemeinsam mit dem Senioren-Team.

    Mit insgesamt 19 Einzel- und 5 Team-Goldmedaillen war die Junioren- und Senioren-Europameisterschaft für den WSV Friedberg wieder sportlich sehr erfolgreich. Alle Friedberger kehren mit Einzel- oder Team-Medaillen aus Polen zurück. Sie können ihren Vereinskollegen und allen Zuschauern auf der Stadt- und Vereinsmeisterschaft am Samstag, 28. September 2024 ab 8 Uhr am Friedberger See ihr Können zeigen, bevor die Saison endet. (AZ)

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