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Friedberg: Theaterseminar der Beruflichen Oberschule Friedberg: Moderne Inszenierung von „Jugend ohne Gott“

Friedberg

Theaterseminar der Beruflichen Oberschule Friedberg: Moderne Inszenierung von „Jugend ohne Gott“

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    Die Schülerinnen und Schüler proben für das neue Stück „Jugend ohne Gott“, das am 25. und 26. Februar in der Aula der BOS Friedberg zu sehen sein wird. Unser Bild zeigt von links: Emil Wilhelm Kober, Dorothy Koch, Mira Bahmer, Penelope Liv Dokter.
    Die Schülerinnen und Schüler proben für das neue Stück „Jugend ohne Gott“, das am 25. und 26. Februar in der Aula der BOS Friedberg zu sehen sein wird. Unser Bild zeigt von links: Emil Wilhelm Kober, Dorothy Koch, Mira Bahmer, Penelope Liv Dokter. Foto: Iris Seemiller

    Aber du vergisst, dass ich schon eine Meinung habe. Ich habe schon einen Wert. Ich bin kein leeres Blatt, das beschrieben werden muss. Wir sind die, denen demnächst die Verantwortung für diese Welt gegeben wird.“ Diese eindringlichen Worte richtet die Figur Z vor Gericht an seine Mutter, bevor das Chaos ausbricht: Stühle werden verschoben, Plätze getauscht, Unruhe macht sich breit.
    Es ist eine Schlüsselszene der aktuellen Theaterproduktion im Jugendhaus Emmaus in Oberwittelsbach, die die Zuschauer in ihren Bann ziehen wird. Hier proben die 27 Schülerinnen und Schüler der 13. Klassen der Beruflichen Oberschule Friedberg für drei Tage. In diesem Jahr widmet sich das diesjährige Theaterseminar dem Roman „Jugend ohne Gott“ von Ödön von Horváth aus dem Jahr 1937. Unter der Leitung von Iris Seemiller und Maria Wöhrl bringt die Theatergruppe eine moderne Bühnenfassung von Tina Müller auf die Bühne, die den Roman in die heutige Zeit versetzt.
     
    Die Inszenierung thematisiert die Herausforderungen einer Gesellschaft, in der populistische Strömungen und Extremismus lauter werden. Eine Schulklasse mit rechtsextremistischem Gedankengut stellt die moralischen Prinzipien ihrer Lehrerin auf eine harte Probe. Ein Mord innerhalb der Gruppe führt schließlich zu einer tiefen Erschütterung und zwingt sowohl die Figuren als auch das Publikum, sich mit Fragen nach Verantwortung, Werten und Gerechtigkeit auseinanderzusetzen.

    Das Theaterstück, das in einer Zeit des politischen Wandels und gesellschaftlicher Umbrüche spielt, verdeutlicht eindringlich, wie wichtig es ist, eine eigene Haltung zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Mit ihrer Aufführung möchte die Theatergruppe nicht nur eine literarische Geschichte erzählen, sondern auch aktuelle gesellschaftliche Fragen aufwerfen.

    Die Schülerinnen und Schüler des Theaterseminars haben in wochenlanger Arbeit ihre eigene Interpretation von „Jugend ohne Gott“ geschaffen. Die Aufführungen finden am 25. und 26. Februar jeweils um 18 Uhr in der Aula der Beruflichen Oberschule Friedberg statt. Karten können ab 17 Uhr an der Abendkasse erworben werden. (AZ)

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