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Fußball: Derbyfrust beim FC Gundelfingen

Fußball

Derbyfrust beim FC Gundelfingen

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    Freie Schussbahn? Der Schein trügt, aus etwas spitzem Winkel setzte FCG-Angreifer Ibrahim Neziri (links), beobachtet von Nördlingens Marc Hertlein, seinen Teamkollegen Benedikt Ost und Leon Sailer sowie TSV-Verteidiger Jens Schüler, am Tor vorbei.
    Freie Schussbahn? Der Schein trügt, aus etwas spitzem Winkel setzte FCG-Angreifer Ibrahim Neziri (links), beobachtet von Nördlingens Marc Hertlein, seinen Teamkollegen Benedikt Ost und Leon Sailer sowie TSV-Verteidiger Jens Schüler, am Tor vorbei. Foto: Walter Brugger

    Drei Derbys, drei Niederlagen – so lautet die Bilanz des FC Gundelfingen in der laufenden Saison gegen den TSV Nördlingen. War das Aus im Pokal noch billigend in Kauf genommen worden, schmerzen die beiden Pleiten in der Fußball-Bayernliga gewaltig. Vor allem das 0:4 (0:2) zum Auftakt der Frühjahrsrunde sorgte bei den Gärtnerstädtern für reichlich Frust.

    Nördlingen war fitter, spritziger, bissiger und hat verdient gewonnen“, war das Fazit von FCG-Trainer Stefan Anderl in seiner Deutlichkeit kaum zu überbieten – und sieht das Ergebnis nur als logische Folge dessen an, was sich in der Vorbereitung angedeutet hat: „Ein Teil meiner Spieler hat es zu locker angehen lassen, gerade die Leistungsträger waren nicht präsent.“ Und sie ließen den Nördlingern immer wieder den Freiraum, den der Aufsteiger zu seinen Treffern nutzte. Dabei stach ein Mann hervor, der sich fraglos als „Derby-Held“ feiern lassen kann: Simon Gruber erzielte alle vier TSV-Treffer und verdoppelte damit seine Torquote in der laufenden Runde.

    Gundelfingen schnell im Rückstand

    Schon nach 100 Sekunden köpfte Gruber nach Jens Schülers Freistoß unbedrängt zum 0:1 ein. Natürlich gab es die Momente, in denen die Partie hätte zugunsten des FCG kippen können. Ganz besonders in der 24. Minute, als sich Jonas Schneider den Ball geangelt und den neuen Stürmer Hrvoje Bevanda bediente. Eigentlich hätte der 22-Jährige nur das Füßchen hinhalten müssen, doch er verpasste die Kugel und damit den Ausgleich. Was von den effektiveren Nördlingern sofort bestraft wurde. Bei einem Konter düste Mirko Puscher 80 Meter die Seitenlinie entlang, schaute auf – und fand mit der Flanke schon wieder den Kopf von Simon Gruber, der FCG-Keeper Dominik Dewein ein zweites Mal überwand.

    Die Fans sahen ein abwechslungsreiches Spiel mit etlichen Chancen und noch einen Moment, in dem die Partie vielleicht hätte kippen können. Regionalliga-Referee Andreas Hummel entschied nach einem Pressschlag zwischen dem Ex-Gundelfinger Julian Brandt und dem aktuellen FCG-Verteidiger René Schröder auf Elfmeter. Brandt konnte das Geschenk jedoch nicht nutzen, scheiterte an Dewein (61.).

    Der nötige Rückenwind bleibt aus

    Die Gundelfinger blieben so im Spiel, Rückenwind verlieh ihnen die Parade ihres Keepers nicht. Zu konsequent verteidigte der TSV das Tor und hatte zudem einen Simon Gruber in seinen Reihen, der nicht zu bremsen war. Beim 0:3 profitierte er erneut von der Vorarbeit des Flügelflitzers Mirko Puscher, beim 0:4 lief er nach Zuspiel von Manuel Meyer allein Richtung Tor und lupfte die Kugel über Dewein hinweg ins Netz.

    FC Gundelfingen: Dewein – Grötzinger, Anzenhofer, Schröder (85. Danzer), J. Fink (62. Neziri) – Schneider (68. Sailer), Hafner, Braun, Noller, Müller (80. Miller) – Bevanda (68. Ost)

    TSV Nördlingen: Besel – Puscher (85. Pesut), Schmidt, Schüler, Hertlein – Grimm, Perfetto (62. Schröter), Mayer, Meyer (85. Reichert) – Brandt (74. Alisanovic), Gruber (82. Ciraci)

    Schiedsrichter: Hummel (TSV Betzigau) Tore: 0:1 Gruber (2.), 0:2 Gruber (27.), 0:3 Gruber (76.), 0:4 Gruber (79.) Gelbe Karten: Müller, Braun, Anzenhofer / Brandt, Perfetto Bes. Vorkommnis: Brandt (Nördlingen) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Dewein (61.) Zuschauer: 365

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