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Haunsheim
29.03.2023

Grundversorgung: Haunsheim ist Teil eines bundesweiten Pilotprojekts

So ähnlich könnte die Nahkaufbox für Haunsheim aussehen. Der Discounter Rewe betreibt diese. Auf dem Bild ist eine Box, die in oberfränkischen Gemeinde Pettstadt aufgestellt worden ist, zu sehen. Es ist ein Pilotprojekt.
Foto: Michael Proeck, Rewe (Symbolbild)

Bürgermeister Christoph Mettel erläutert, dass die Gemeinde so die Nahversorgung sichern wolle. Wie das funktioniert und was bei der Bürgerversammlung noch diskutiert wurde.

Bevor die Bürgerversammlung in Haunsheim losgeht, greift Bürgermeister Christoph Mettel erst mal zum Handtuch: Einer der Tische, um die während der Veranstaltung rund 60 Menschen Platz nehmen, muss noch mal geputzt werden. Doch dass Mettel nicht nur haushälterische Fähigkeiten hat, sondern auch die Geschehen in der Gemeinde im Blick hat, zeigt er während seiner Präsentation, die vom Haushalt über abgeschlossene Projekte bis hin zu dem Ausblick auf eine Nahkaufbox wird. Die ist ein besonderes Projekt. 

Doch zunächst wirft Mettel einen Blick auf den geplanten Haushalt für 2023. Dabei hat er einige erfreuliche Nachrichten: So ist die erwartete Gewerbesteuer mit 240.000 Euro etwa eine Verdopplung zu den Zahlen für drei Jahre, und auch die Kreisumlage wächst im Vergleich zum Vorjahr um 50.000 Euro auf 874.000 Euro. Aus diesen und weiteren den hohen Einnahmen ergibt sich nach Abzug der geplanten Ausgaben eine Rekordzuführung von 550.000 Euro zum Vermögensetat. Damit müssen auch viele Projekte bestritten werden. Das Feuerwehrgerätehaus beispielsweise steht mit 535.000 Euro zu Buche. Der Gesamthaushalt beträgt laut den Planungen knappe 1,6 Millionen Euro. Mettel spricht von einer soliden Finanzplanung: "Unser Kämmerer vertritt einen konservativen Ansatz." Am Ende seien die Zahlen meist besser als erwartet. 

Die Wohnbauprojekte in Haunsheim zeigen Wirkung

Dennoch erwartet er in den nächsten Jahren sinkende Steuereinnahmen, weshalb er erleichtert sei, dass alle großen Projekte bereits abgeschlossen oder kurz vor Beendigung stehen. "Die ganz großen Sachen haben wir aus dem Weg geräumt", sagt der Rathauschef. Eine mögliche künftige Investition sei aber eine Erweiterung des Kindergartens, denn die Geburtenrate war in den vergangenen Jahren hoch. "Nur dieses Jahr sind es bisher erst drei Geburten", meint Mettel mit einem Augenzwinkern. Generell wachse die Gemeinde, den Grund dafür sieht der Rathauschef in den vielen Wohnbauprojekten.

Bürgermeister Christoph Mettel berichtete bei den Bürgerversammlungen in Haunsheim und Unterbechingen über vielfältige Themengebiete.
Foto: Silva Metschl

Eines dieser Projekte ist das Areal des ehemaligen Gasthofs Adler, das mittlerweile vollständig vom Investor erworben wurde. Insgesamt 17 Wohnungen verschiedener Größe sollen auf der Fläche entstehen, der Baubeginn ist für dieses Jahr geplant. Mettel verspricht, dass der Neubau sich am alten Gebäude orientieren werde und in das Ortsbild passe. Aber er weiß: "Das wird eine große Veränderung für das Dorf sein." 

Sanierung der Unterbechinger Ortsdurchfahrt erneut verschoben

Eine weitere, noch anstehende Änderung ist die Sanierung der Ortsdurchfahrt Unterbechingen. Der Baubeginn muss erneut verschoben werden, diesmal auf Juni oder Juli dieses Jahres. Grund sind Bedenken des Wasserwirtschaftsamtes an der Brücke: Durch die Sanierung und die Erhöhung der Brücke könne das Risiko eines Rückstaus erhöht werden. Um dies zu verhindern, sind nun zusätzliche Röhren neben der Brücke unter der Straße hindurch vorgesehen, aber: "Die Genehmigungsverfahren dauern." Durch die Verzögerung werden die Bauarbeiten nicht mehr vor dem Winter abgeschlossen werden können. Allerdings könnte es statt den geplanten zwei Bauabschnitten drei oder sogar vier werden, um den Anwohnenden ausreichend Zugangsmöglichkeiten zu ihren Grundstücken zu geben.

Ein Pilotprojekt soll die Grundversorgung vor Ort sicherstellen

Ein weiterer Punkt ist die fehlende Grundversorgung durch fehlende Einkaufsmöglichkeiten. Mettel sieht die mögliche Lösung in einer sogenannten Nahkaufbox. Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt des Discounters REWE, bei dem kleine Container aufgestellt werden. Dort kann an allen Wochentagen mit bargeldlosen Bezahlmöglichkeiten wie EC-Karte eingekauft werden, das Sortiment soll über 700 Produkte enthalten. Eine Überwachung mit Kamera sorgt dafür, dass die "Selbstbedienung nicht zu wörtlich genommen wird", meint Mettel lachend. Haunsheim könnte der vierte von insgesamt achte Standorten der Probephase werden. 

Ein Vorteil für die Gemeinde sei außerdem, dass sie nur die Stromkosten, die Verlegung von Glasfaserkabel sowie das Planieren der Fläche übernehmen müsste. Alles Weitere trage der Discounter. Als Standort kommen der Platz vor dem Kornstadel oder die gegenüberliegende Straßenseite infrage. Das Thema sorgt für einige Unruhe und Fragen, etwa, ob dadurch Parkplätze wegfallen könnten. Mettel meint dazu: "Einen Tod muss man sterben. Dann sind es halt drei Parkplätze weniger."

Am Ende gibt Mettel den Anwesenden noch auf den Weg: "Meine Tür ist immer offen." Und ergänzt lachend: "Wenn's ein Lob ist, dürfen Sie ruhig auch kommen!"

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