Kunsthandwerk, eine Blumeninsel, Leckereien und ganz viele Ostereier: Am ersten April-Wochenende findet in Gundelfingen wieder der Ostereiermarkt statt. Die Veranstaltung, die jedes Jahr tausende Gäste über die Landkreisgrenzen hinaus anzieht, feiert dieses Mal 30. Jubiläum. „Wir haben das volle Programm dabei“, sagt Mitorganisator Johannes Lohner von der Pfarrei St. Martin. Osterhasen verteilen auf dem Gelände Süßigkeiten an kleine und große Kinder und „die Blumeninsel wird in diesem Jahr noch größer“, versichert er.

Auf dem Gelände und in der Brenzhalle werden 75 Fieranten ihre Waren ausstellen und traditionelle Handwerkskunst vorführen. Neben dem klassischen Bemalen von Ostereiern gibt es auch wieder einen Korbflechter, so Lohner. Eine Schokoladenmanufaktur wird live zeigen, wie Osterhasen gegossen werden und Hobbymaler aus ganz Deutschland präsentieren „das Ei in Kunst und Brauchtum“, sowie vielfältige Techniken der Ostereierverzierung und -gestaltung. Auf die Besucherinnen und Besucher warten außerdem Drechsel- und Klöppelarbeiten, Drehorgelspieler, Weißstickerei, Naturfloristik, Palmbuschen, Patchworkarbeiten und vieles mehr. Der Frühling grüßt in Gundelfingen mit österlicher Floristik, Frühlingsblumen und ersten Radieschen und Rettichen. Auch speziell für die Kleinsten gibt es Unterhaltung in Form des Kinderschminkens, einer Bastelecke und Kinderbetreuung.
Der Ostereiermarkt sollte ursprünglich den Pfarrei-Anteil an der neuen Kirchenorgel in Gundelfingen bezahlen
In der Cafeteria gibt es vom Kaffeeteam der Pfarrei St. Martin unter anderem Osterbrot und österliches Gebäck sowie Kaffee und Kuchen. Der Historische Bürgerverein versorgt die Besucher und Besucherinnen außerdem mit allerlei Leckereien und Getränken. Musikalisch untermalt wird der Ostereiermarkt von den Kölbel Buam, drei neun- bis elfjährige Jungs aus Apfeldorf, die Volksmusik spielen.
Der erste Ostereiermarkt fand vor 30 Jahren statt, weil Geld für die neue Orgel der Stadtpfarrkirche gefehlt hatte. Johannes Lohner erklärt: „Das hat funktioniert, die Pfarrei konnte ihren Anteil nach fünf Märkten bezahlen.“ Danach sei das Geld vor allem für Jugendprojekte oder Sanierungsarbeiten am Pfarrheim herangezogen worden. Seit 2015 flossen die Einnahmen zu einem großen Teil in die Renovierung der Stadtpfarrkirche St. Martin. „Jetzt freuen wir uns, dass wir die Einnahmen des 30. Jubiläums wieder für die Pfarrei nutzen können“, so Lohner.
Los geht es am Samstag, 5. April, um 10 Uhr mit der Begrüßung durch Bürgermeister Dieter Nägele und Stadtpfarrer Johannes Schaufler. Ende ist um 18 Uhr. Am Sonntag öffnet der Markt ebenfalls um 10 Uhr, Schluss ist aber eine Stunde früher als am Vortag um 17 Uhr.
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