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Euphorie um die IFA: Deutschland im "TV-Kaufrausch"

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Euphorie um die IFA: Deutschland im "TV-Kaufrausch"

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    Euphorie um die IFA: Deutschland im «TV-Kaufrausch»
    Euphorie um die IFA: Deutschland im «TV-Kaufrausch» Foto: DPA

    Die Messe-Veranstalter versprechen zur 50. Auflage der IFA (3. bis 8. September) so viele Produktneuheiten wie nie zuvor. Unter dem Berliner Funkturm werden zehn Prozent mehr Aussteller erwartet.

    Es ist vor allem die Begeisterung der Verbraucher für neue Fernseher, die die Kassen der Unterhaltungselektronik-Branche klingeln lässt. In diesem Jahr sollen gut 9,6 Millionen Geräte verkauft werden, prognostiziert der BITKOM. Das ist 16 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2009. Der Umsatz steigt voraussichtlich um 11,3 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Der durchschnittliche Preis der verkauften Flachbildfernseher wird zwar wieder sinken, aber diesmal voraussichtlich nur um rund 4 Prozent auf 683 Euro. In den Vorjahren waren Preisstürze im zweistelligen Prozentbereich die Regel.

    In Deutschland kurbelte in diesem Jahr die Fußball-WM die Nachfrage an - und auch der Ausbau von HDTV-Übertragungen. Im ersten Halbjahr schoss der Umsatz mit HD-Fernsehern um satte 34 Prozent in die Höhe, sagt Hans-Joachim Kamp, Vizepräsident des Elektroverbandes ZVEI und Aufsichtsrat der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik gfu.

    Insgesamt erwartet die gfu, dass die Verbraucher in Deutschland in diesem Jahr fast 25 Milliarden Euro für Unterhaltungselektronik ausgeben. Damit dürfte sich der Umsatz allerdings nur knapp über dem Vorjahreswert von 24,3 Milliarden Euro bewegen. Der gesamte Markt der Consumer Electronics inklusive Telekommunikationsprodukte legte im ersten Halbjahr 2010 dem von der Branche erhobenen Cemix-Index zufolge insgesamt um 5,4 Prozent zu.

    Noch immer stehen laut Kamp rund 25 Millionen Röhrenfernseher in deutschen Haushalten - Grund genug, auf ein weiterhin gutes Geschäft zu hoffen. Die Nachfrage soll durch neue 3D-fähige Geräte zusätzlich angeheizt werden.

    Auch das Internet soll nun in den Fernseher kommen. Die großen TV-Hersteller gehen allerdings dabei verschiedene Wege. Mit dem neuen Standard HbbTV wollen Toshiba und Philips das Fernsehen interaktiv machen. Sony bietet auf seinen Fernsehern ebenfalls ausgewählte Zusatzangebote an. Samsung hat über eine Kooperation mit Yahoo Online-Dienste wie einen YouTube-Zugang, Wetterprognosen und aktuelle Nachrichten im Programm.

    Auch in anderen Sparten läuft das Geschäft. Im privaten Telekommunikationsbereich kurbelte die extrem starke Nachfrage nach Smartphones das Geschäft an. Hier verzeichnet die Branche ein Umsatzplus von 102 Prozent .

    Relativ stabil halten sich die Aussichten für die "Weiße Ware", die inzwischen auch fest zum IFA-Programm gehört. "Bei den Elektro-Hausgeräten erwarten wir im Bereich der Großgeräte ein stabiles Marktvolumen in Höhe von sieben Milliarden Euro", sagte Kamp. Der Markt für Elektrokleingeräte werde um rund zwei Prozent auf knapp 3,5 Milliarden Euro zulegen.

    Mit neuen Themenbereichen und Ausstellungsflächen wollen die Veranstalter der IFA auch frische Trends unter den Berliner Funkturm holen. Der iPhone- und Computer-Hersteller Apple ist zwar nicht anwesend, mit dem neuen Ausstellungsbereich "iZone" will die IFA aber App-Entwicklern und Herstellern Raum bieten.

    Für die bei den Verbrauchern immer populärer werdenden elektronischen Lesegeräte inklusive Apples iPad ist der Sonderbereich "eLibrary" reserviert. Bereits 1000 Quadratmeter Nettofläche hat die IFA nach eigenen Angaben an mehr als 40 Aussteller aus allen Bereichen vermietet. Zu sehen sind auch neue Notebooks, Digitalkameras, diverses Zubehör, Audio-Anlagen, Beamer und Speicherlösungen für die heimischen digitalen Bibliotheken.

    IFA Berlin

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