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Zu wenig Platz für Fahrräder: So ist der Zug weniger attraktiv

Kommentar

Zu wenig Platz für Fahrräder: So ist der Zug weniger attraktiv

Jonathan Lyne
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    Viele Fahrgäste nehmen gerade im Sommer ihr Rad mit in den Zug. Dafür fehlt oft aber der Platz.
    Viele Fahrgäste nehmen gerade im Sommer ihr Rad mit in den Zug. Dafür fehlt oft aber der Platz. Foto: Patrick Pleul, dpa

    Wenn Fahrgäste mit ihrem Rad nicht in den Zug einsteigen können, weil der Abstellbereich bereits voll ist, ist das für die Betroffenen extrem ärgerlich. In manchen Regionen fährt der Zug nicht alle 20 Minuten, Fahrgäste müssen sich ohnehin oft genug über Verspätungen oder Ausfälle ärgern. Dabei ließe sich das Problem mit Geld lösen.

    Seit ein paar Jahren nehmen immer mehr Fahrgäste ihr Rad mit in den Zug. Das liegt auch am Deutschlandticket und am Boom der E-Bikes. Die Abstellbereiche in den Zügen reichen dafür allerdings nicht immer aus. Das gilt vor allem im Sommer an den Wochenenden und in den Ferien, wenn es viele Menschen in die Natur zieht.

    So ist der Zug keine attraktive Alternative

    Ansätze, um das Problem in den Griff zu kommen, gibt es: Züge mit unterschiedlicher Einrichtung, mehr Züge an den Wochenenden oder zusätzliche Waggons. Für die Umsetzung fehlt es an Geld, sagt die Bayerische Eisenbahngesellschaft. Das ist allerdings ein schwaches Argument.

    Der Umwelt zuliebe sollen die Menschen das Auto stehen lassen und öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Wenn Fahrgäste aber nicht wissen, ob sie mit ihrem Rad in den Zug kommen, ist das keine besonders attraktive Alternative. Maßnahmen, um die Umwelt zu schützen, kosten nun mal Geld. Werden diese aufgeschoben, das zeigt eine Studie der gemeinnützigen Organisation Agora Verkehrswende, wird es später deutlich teurer. Dieses Geld sollte es Bund und Ländern wert sein.

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    8 Kommentare
    Werner Schwarz

    Da müssten auch die Bahnmitarbeiter etwas flexibler sein und nicht auf ihr Recht pochen. Wir wollten am Wochenende mit dem Fahrrad in Buchloe in den Zug nach Augsburg, die Fahrradabteile waren voll, dann sind wir in das Rollstuhlfahrer-Abteil, das war nicht nur ohne Rollstühle, sondern auch menschenleer, wir sind rein, plötzlich kam der abgelöste Lokführer und hat uns des Zuges verwiesen. Das Argument, das Abteil sei ja leer, ließ er sturerweise nicht gelten, er wollte unbedingt seine Macht ausspielen. So geht es natürlich auch, auf dem Rücken der Kunden.

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    Thomas Keller

    Auch auf leeren Behindertenparkplätzen wird nicht geparkt, nichtmal die Polizei tut das. Der Lokführer hat das Hausrecht für den Zug und muss Behinderten das Abteil jederzeit zur Verfügung stellen können.

    Walter Koenig

    Tja Herr Schwarz, Ihr Beitrag zeigt nal wieder deutlich, was Radfahrer von Regeln halten. Was hätten Sie denn gemacht, wenn der Lokführer Sie nicht gesehen hätte, und dann in Schwabmünchen ein Rollstuhlfahrer zugestiegen wäre? Frei nach dem Motto: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben? Es macht schon Sinn, wenn diese Plätze frei gehalten werden, auch wenn das für Sie bedeutet, dass Sie nicht mit dem Zug mitfahren können.

    Walter Koenig

    Herr Lyne, das Problem wäre ganz einfach zu lösen. Wer sein Rad mit in den Zug nehmen will, der muss vorab eine Reservierung vornehmen. Ohne Reservierung ist eine Mitnahme dann nicht möglich, und dem Fahrgast bleibt der Ärger erspart, wenn er sein Rad nicht im Zug mitnehmen kann. Abgesehen davon sind die wenigsten PKW dafür ausgerüstet, Fahrräder mitnehmen zu können, insofern sehe ich da keinen Vorteil für die Umwelt. In Augsburg selbst - und nicht nur da - gibt es zudem die Möglichkeit, sich ein Fahrrad zu leihen.

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    Franz Xanter

    Welch eine geistige Verwirrtheit! Ich stehe am Bahnhof mit meinem Rad, mache meine Reservierung und dann?? Nur ganz einfach, wann sollte denn bzw. wie sollte denn dann durch die Bahn reagiert werden?

    Walter Koenig

    Dass Sie schon mit den einfachsten Dingen so überfordert sind, Franz Xanter, das lässt tief blicken. Sie können nur dann eine Reservierung machen, wenn in dem betreffenden Zug noch Plätze frei sind. Sie müssen nicht mal Bahnexperte sein, die Eingabe der Zugnummer genügt vollkommen. Und die steht an jeder Anzeigetafel und auf jedem Fahrplan. Aber damit sind Leute wie Sie, die alles besser zu wissen und zu können glauben, natürlich restlos überfordert. Aber sich dann über fehlende Digitalisierung beschweren......

    Franz Xanter

    Was haben frei Plätze mit der Mitnahme von Fahrrädern zu tun? Nichts. Außerdem brauche ich keine Reservierung, um mit der Bahn zu fahren. Wenn, dann müssen Sie Reservierungen für alle potenziellen Bahnreisenden einführen. Nur ändert das auch nichts daran, dass angenommen 50 % der Reisenden ihr Rad mitnehmen möchten, an der verfügbaren Kapazität der Bahn. Folglich Reservierung für den A.

    Peter Pfleiderer

    In Bayern sind wohl inzwischen ausreichend Plätze für Personen vorhanden, so dass nun alte Probleme trotz deutlich verbessertem Angebotsniveau neu präsentiert werden. Bayern hat ja mit dem 1-Euro-Fahrradticket außerhalb der touristischen Zeiten schon ein geniales Angebot für Alltagsradler geschaffen, welches die großen Fahrradkapazitäten in den neuen Zügen auch werktags teilweise auslastet. https://bahnland-bayern.de/de/tickets/fahrradmitnahme/ticket/basti-r

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