Uschi Glas ist eine Frau mit Prinzipien und Haltung. Das war schon während der Corona-Zeit so, als sie für eine Impfkampagne warb. Aktuell ist die Schauspielerin das prominente Gesicht beim „Run for their Lives“ , also beim „Lauf für ihre Leben“. So heißt das Motto einer Demo-Reihe, an deren Spitze die 80-Jährige seit Monaten regelmäßig durch München zieht.
Ziel der Aktivisten ist es, auf die verzweifelte Lage der israelischen Geiseln hinzuweisen, die sich seit dem brutalen Angriff der Hamas seit dem 7. Oktober 2023 in der Gewalt der palästinensischen Terroristen befinden.
Uschi Glas lässt prüfen, wie sie gegen die Drohungen vorgehen kann
Inzwischen wird Glas im Internet wegen ihres Engagements massiv attackiert und erhält sogar Morddrohungen. Auf sozialen Plattformen schreibt beispielsweise ein User: „Wo ist denn jetzt der Syrer mit dem Messer, wenn man ihn mal braucht.“ In einem anderen heißt es: „Mehr Messermorde.“ Man kann das in diesem Zusammenhang als klare Aufforderung werten, Glas zu töten.
Die couragierte Münchnerin will die Angriffe nicht einfach tatenlos hinnhemen: „ Diese Drohungen machen mich sprachlos.“ Sie lasse gerade anwaltlich prüfen, wie man am besten dagegen vorgehen kann.“ Denn sie halte es für wichtig, gegen Menschen vorzugehen, die Hass und Gift verbreiten.
Glas: „Ich lasse mich nicht unterkriegen“
Die Justiz in Bayern ist bereits alarmiert. Der Bild-Zeitung sagte Oberstaatsanwalt Andreas Franck, der Antisemitismusbeauftragte der Bayerischen Justiz: „Es besteht der Verdacht einer Billigung von Straftaten. Das Strafgesetzbuch sieht dafür eine Freiheitsstrafe bis drei Jahre oder Geldstrafe vor.“ Spezialisten der Kriminalpolizei seien bereits daran, den oder die Täter zu ermitteln.
Glas sagt dazu unserer Redaktion: „Ich lasse mich nicht unterkriegen von Leuten, die nichts von Demokratie wissen. Wir brauchen in unserem Land eine klare Haltung.“ Sie finde es beschämend, dass man in Deutschland wieder an der gleichen Stelle stehe wie 1933.
Es ist nicht das erste Mal, dass Uschi Glas bedroht wird. Bereits in der Corona-Zeit, als sie sich für die damalige „ÄrmelHoch-Kampagne“ stark machte, erhielt sie von wütenden Impfgegnern Beschimpfungen bis hin zu Morddrohungen..
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