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Streik bei der Deutschen Post geht am Samstag weiter

Streik

Wegen Warnstreiks bei der Deutschen Post bleiben auch am Samstag zahlreiche Pakte liegen

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    Die Gewerkschaft Verdi setzt die Warnstreiks bei der Deutschen Post auch am Freitag und Samstag fort. 
    Die Gewerkschaft Verdi setzt die Warnstreiks bei der Deutschen Post auch am Freitag und Samstag fort.  Foto: Bernd Thissen

    Bereits am Dienstagabend haben Mitarbeiter in allen DHL-Paketzentren bundesweit die Arbeit niedergelegt, was zu Verzögerungen bei der Brief- und Paketzustellung führt. Am Donnerstag legte die Gewerkschaft Verdi dann nach: Sie rief Beschäftigte in der Brief-, Paket- und Verbundzustellung an ausgewählten Standorten sowie in Service-Niederlassungen zu Warnstreiks auf. Auch am Samstag bleiben zahlreiche Sendungen der Post wegen des Arbeitskampfes unbearbeitet.

    Nach Angaben des Unternehmens ist rund jede zehnte Brief- und Paketsendung liegen geblieben, die eigentlich am Samstag hätte zugestellt werden sollen. Der Streik betreffe rund zwölf Prozent der durchschnittlichen Menge an Briefen und Paketen deutschlandweit, wie ein Sprecher der Post erläuterte. Am Freitag seien es demnach bereits rund zehn Prozent gewesen. „Zu Beginn der neuen Woche werden die Rückstände zügig bearbeitet und unseren Kundinnen und Kunden zugestellt“, sagte der Sprecher.

    Bundesweit sind Beschäftigte in der Brief-, Paket- und Verbundzustellung an ausgewählten Standorten sowie in Service-Niederlassungen zu vorübergehenden Arbeitsniederlegungen aufgerufen, wie Verdi mitteilte. Der Gewerkschaft zufolge streikten etwa 7.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Freitag. Am Samstag seien es nach Angaben der Post rund 7.500 gewesen.

    Diese Orte in Bayern sind vom Streik am Freitag und Samstag betroffen

    In Bayern sind am Freitag laut Verdi insgesamt etwa 100 Zustellstützpunkte mit 2000 Beschäftigten betroffen. Diese befinden sich unter anderem in den Bereichen:

    • Straubing/ Niederbayern
    • Nürnberg/ Mittelfranken
    • Würzburg/Unterfranken
    • Augsburg
    • München und Umgebung

    „Mit den in dieser Woche ausgeweiteten Warnstreiks zeigen die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben, dass sie deutlich mehr von ihrem Arbeitgeber erwarten“, sagte Andrea Kocsis, stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin. In der nächsten Verhandlungsrunde kommende Woche erwarte man ein verbessertes Angebot, das einigungsfähig sei.

    Diese Forderungen hat die Gewerkschaft Verdi

    Verdi fordert sieben Prozent höhere Entgelte in einem zwölf Monate laufenden Tarifvertrag, der für rund 170.000 Briefträger, Paketboten und andere Logistik-Mitarbeiter gelten würde. Die Post, die zu DHL gehört, bietet in einem 27 Monate laufenden Vertrag eine Anhebung um zunächst 1,8 Prozent und später um weitere 2,0 Prozent.

    Die Warnstreiks bei der Post gehen zwei weitere Tage weiter.
    Die Warnstreiks bei der Post gehen zwei weitere Tage weiter. Foto: Philipp von Ditfurth, dpa

    Außerdem macht sich Verdi für drei Extra-Urlaubstage stark, um der gestiegenen Arbeitsbelastung Rechnung zu tragen. Wer Verdi-Mitglied ist, soll sogar vier bekommen. Die Post wiederum bietet nur einen Extra-Urlaubstag für die Beschäftigten an, die weniger als 30 Urlaubstage im Jahr haben – also circa zwei Drittel der Belegschaft.

    Vierte Verhandlungsrunde ab Montag, 3. März

    Die drei bisherigen Verhandlungsrunden brachten kein Ergebnis, für Montag ist die vierte Runde geplant. Schon in den vergangenen Wochen hatte Verdi immer mal wieder zu Warnstreiks in den unterschiedlichen Bereichen aufgerufen, ob im Paket- oder Briefbereich. Das führte mancherorts zu deutlichen Verspätungen bei der Zustellung von Sendungen.

    „Das von den Arbeitgebern in der dritten Verhandlungsrunde vorgelegte Angebot ist völlig unzureichend und würde bei Annahme spürbare Reallohn-Einbußen für die Beschäftigten bedeuten“, sagt David Merck, Landesbezirksfachbereichsleiter bei Verdi Bayern für Postdienste, Speditionen und Logistik. (mit dpa)

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