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Neujahr: Naturschützer bitten, auf Feuerwerk an Silvester zu verzichten

Neujahr

Naturschützer bitten, auf Feuerwerk an Silvester zu verzichten

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    Keine Raketen und Böller an Silvester: Darum bittet der Bund Naturschutz in Bayern.
    Keine Raketen und Böller an Silvester: Darum bittet der Bund Naturschutz in Bayern. Foto: Boris Roessler, dpa (Symbolbild)

    Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) bittet die Menschen, auf Feuerwerk zu verzichten. „Uns ist bewusst, dass für viele Menschen ein Feuerwerk an Silvester einfach dazugehört“, sagte der BN-Landesbeauftragte Martin Geilhufe. Der Bund Naturschutz in Bayern möchte dennoch, dass die Menschen den Brauch kritisch hinterfragen.

    Tiere leiden unter dem Lärm des Feuerwerks

    Durch das laute Feuerwerk werden Vögel von ihren Schlafplätzen aufgescheucht und sie steigen hoch in die Luft. Dabei verbrauchen sie ihre Energiereserven, die Vögel im Winter benötigten. Auch werden durch die Flucht Vögel in Familienverbänden auseinandergerissen.

    Wildtiere im Winterschlaf, etwa Igel, verbrauchen viel Energie, wenn sie aufgeschreckt werden. „Die hellen Blitze, der Lärm und der beißende Rauch bedeuten riesigen Stress für die Tiere“, so Wolfgang Dötsch von der Kreisgruppe Nürnberg des BN in einer Mitteilung. BN-Mitglieder würden am Neujahrsmorgen und den darauffolgenden Tagen immer wieder tote Tiere finden.

    Feuerwerk setzt viel Feinstaub frei

    Die Feuerwerke setzen zudem jedes Jahr große Mengen Feinstaub frei, so der BN. Das verschlechtere die Luftqualität massiv. In der Silvesternacht werde ein Prozent des gesamten Feinstaubs des Jahres freigesetzt. Vor allem Menschen mit Atemwegserkrankungen, Kinder und ältere Menschen belaste die hohe Schadstoffkonzentration. Außerdem bleibt laut den Naturschützern eine große Menge Müll zurück. Das trage zur Verschmutzung von Böden und Wasser bei.

    Der BN hat in der Mitteilung daher einen Appell an die Menschen zum Jahreswechsel gerichtet. Um ein Zeichen zu setzten, solle man am besten erst gar kein Feuerwerk kaufen. Wer darauf nicht verzichten möchte, soll seine abgebrannten Raketen und Böller nicht in der Natur zurücklassen. Der BN schlägt einen Kompromiss vor: Wer an Silvester Pyrotechnik sehen möchte, soll öffentliche Feuerwerke von Städten und Kommunen besuchen. Die seien zwar auch umweltschädlich, aber besser als viele private Feuerwerke. (mit dpa)

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