Auf einer Hochzeit in Fürth wurde auf einen Mann geschossen. Mehrere hundert Gäste waren geladen. „Wir sprechen von Schussgeräuschen und entsprechenden Verletzungen“, erläuterte ein Sprecher der Polizei Mittelfranken das Geschehen am Sonntagabend. Welche Verbindung das Opfer zum Brautpaar hatte, sei noch ungeklärt. Die Polizei vermutet ein persönliches Motiv.
Später am Abend erlag das 47-jährige Opfer seinen Verletzungen, wie die Polizei inzwischen bestätigte. Nach den mutmaßlichen Täter wurde zunächst gefahndet. „Mittlerweile haben wir Erkenntnisse, dass wohl kurz nach der Tat zwei Fahrzeuge das Areal hier fluchtartig verlassen haben“, sagte ein Sprecher am Sonntagabend.
Am Montagmorgen stellte sich dann der mutmaßliche Schütze der Polizei in Frankreich. Nun ist die Identität des verdächtigen Mannes geklärt. Es handele sich um den gesuchten 26-Jährigen, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann hatte sich wenige Stunden nach der Tat bei der Polizei im französischen Straßburg gestellt. Er sitzt nun wegen Mordverdachts in Auslieferungshaft.
Mann in Fürth stirbt nach Schüssen auf Hochzeit
Zuvor hatte die Polizei berichtet, dass mehrere Personen die Hochzeit fluchtartig verlassen hätten. Gesucht würden zwei Autos mit französischen Kennzeichen, ein grauer Skoda Octavia und ein weißer Mercedes-Benz GLE. Bereits am Sonntag betonte ein Polizeisprecher aber, dass aktuell keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Falls Zeuginnen und Zeugen eines der Fahrzeuge oder beide auffalle, sollten sie sofort den Notruf verständigen.
Bereits bevor das Opfer seinen Verletzungen erlag, ging die Polizei von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Zahlreiche Beamtinnen und Beamte waren im Einsatz. Über weitere Verletzte ist nichts bekannt. Die Hochzeitsfeier fand in einem abgelegenen Industriegebiet statt. Das Gelände wurde abgesperrt.
Motive der Schüsse auf Hochzeitsfeier in Fürth noch unklar
Zu den Hintergründen des Angriffs äußerte sich die Polizei zunächst nicht. Die Ermittlungen seien gerade erst aufgenommen worden, betonte der Sprecher. Zunächst müssten die zahlreichen Zeuginnen und Zeugen vernommen werden.
Einen Zusammenhang zu der Bluttat in Parsberg, bei der 39-Jähriger nach einem Messerangriff auf einer Feier verstarb, gibt es nicht. (mit dpa)
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