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Künstliche Intelligenz statt Aufsatz und Erörterung: So stellen sich Bayerns Schulen für die Zukunft auf

Bildung

Aufsatz und Erörterung waren gestern: So verwenden bayerische Schulen künstliche Intelligenz

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    Dieses Bild hat eine KI generiert. Dass ein Roboter Noten vergibt, das wird in der Realität so schnell nicht passieren, verspricht ein Allgäuer Schulleiter.
    Dieses Bild hat eine KI generiert. Dass ein Roboter Noten vergibt, das wird in der Realität so schnell nicht passieren, verspricht ein Allgäuer Schulleiter. Foto: Bing Image Creator (Symbolbild)

    Schulleiter Thomas Hottner erklärt es am Beispiel eines literarischen Klassikers. „Wer Künstliche Intelligenz an Schulen gewinnbringend einsetzen will, kann von Schülern nicht einfach die 15. Abhandlung von ‚Effi Briest‘ verlangen.“ Eine Inhaltsangabe von Fontanes Klassiker spuckt die KI innerhalb von Sekunden aus. Die Eigenleistung der Schülerinnen und Schüler: gleich null. „Man muss herausfordernde Aufgabenstellungen kreieren“, sagt der Leiter der FOS/BOS in Memmingen. „Zum Beispiel könnten die Schüler einen Zusammenhang mit den Frauenrechten von heute untersuchen oder mit dem Gender Pay Gap, dem Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen.“ Von der KI eine Grundlage schaffen lassen, eine Gliederung etwa, dann selbstständig weiterdenken, eigene Quellen recherchieren: Das ist das Ziel, dieser Prozess wird in Memmingen auch bewertet. Hottner und sein Team testen KI vor allem in den Fächern Deutsch und Englisch. „Jedem ist klar: Man kommt nicht mehr drumherum, sie an Schulen zu integrieren“, sagt er. Zu sehr sind Programme wie ChatGPT oder Deepseek schon in die Lebenswelt Jugendlicher eingeflochten.

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