Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat der Ukraine zusätzliche Hilfen versprochen und will den Kontakt zwischen dem Freistaat und der Ukraine intensivieren. „Wir sind enge Freunde, und wir wollen diese Freundschaft auch weiter ausbauen“, sagte Söder am Dienstag zu Beginn der Kabinettssitzung zum Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko, der per Video zugeschaltet war.
Unter anderem will Bayern sein seit einigen Jahren bestehendes Büro in Kiew weiter ausbauen, ebenso wie eine bayerisch-ukrainische Regierungskommission. Letztere war 1990 gegründet worden und hat seither in regelmäßigen Abständen getagt, jedenfalls bis zu Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Europaministerin Melanie Huml (CSU) hatte die Ukraine zuletzt 2021 besucht. Doch auch seit Kriegsbeginn pflegt die Staatsregierung enge Kontakte, unter anderem zu Klitschko. Über eine eigene Auslandsvertretung in der ukrainischen Hauptstadt verfügt der Freistaat seit dem Jahr 2018.
Söder will die Hilfen für die Ukraine aufstocken
„Wir haben großen Respekt, wirklich großen Respekt, wie Sie diese schwere Situation meistern. Das ukrainische Volk kämpft unglaublich tapfer“, sagte Söder zu Klitschko. „Und wir haben uns geschämt dafür, dass es am Anfang in Deutschland Menschen gab, die die Ukraine aufgefordert haben zu kapitulieren.“ Bayern sehe das andersherum.
Konkret kündigte Söder etwa an, bayerische Hilfen für die Ukraine aufzustocken. Bislang seien fünf Millionen Euro unter anderem für Transformatoren und Fahrzeuge bereitgestellt worden, diese Summe solle nun verdoppelt werden. Man wolle damit beim Wiederaufbau von Infrastruktur mithelfen. „Sie brauchen alles an Unterstützung, was in dieser schwierigen Situation notwendig ist. Da können Sie sich auf unsere Freundschaft und Unterstützung zu 100 Prozent verlassen.“ Zudem betonte Söder, aus der Ukraine geflüchtete Familien würden hier sehr herzlich aufgenommen. Das gelte auch für Schüler an Bayerns Schulen. (dpa)