64 Jahre lang besaß Josef Milz einen Führerschein und fuhr mit dem Auto. „Und das ohne Unfall“, wie der 88-jährige Memminger betont. Doch Anfang 2024 wäre es beinahe so weit gewesen. An einer Kreuzung im Stadtgebiet habe er sich nur auf die Ampel konzentriert und dabei einen Fußgänger zunächst nicht gesehen, der über die Straße gehen wollte, erinnert er sich. Zwar sei letztendlich niemand zu Schaden gekommen. Doch Josef Milz zog die Konsequenz. „Bevor doch einmal etwas passiert“, wie er anfügt. In einem Zeitungsbericht hatte er von einem damals recht neuen Angebot gelesen, dass Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren ihren Führerschein gegen eine Jahreskarte des Verkehrsverbunds Mittelschwaben (VVM) eintauschen können. Nach kurzer Überlegung wagte er schließlich diesen Schritt.
Verkehr
Den Führerschein abzugeben, wenn man sich im Straßenverkehr nicht mehr wohl fühlt, bzw. unsicher, ist sehr lobenswert. Dies hatte meine Mutter auch im Sinn, im Tausch gegen ein Seniorenjahresticket im ÖPNV. Allein die Tatsache, dass man nur zu eingeschränkten Zeiten fahren kann (ab 9 Uhr), hat sie davon abgehalten. "Sie wolle sich nicht vorschreiben lassen, wann sie ihre Termine zu erledigen hat". Gerade im Sommer, ist sie früh unterwegs M.M.n. ist es diese Art von Einschränkungen und auch das teilweise dürftige Angebot, das die Senioren davon abhält, auf ihr Auto zu verzichten. Es bedeutet einen deutlich größeren Aufwand, mit den Öffentlichen zu fahren. Zumal man bei einigen Buslinien den Eindruck gewinnen kann, dass der Fahrplan für die Fahrer nur eine grobe Empfehlung zu sein scheint Fazit: Das Auto wurde verkauft und das 49€ kam dann genau zum richtigen Zeitpunkt.
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